Kinotipp: Die Eiserne Lady

Margaret Thatcher ist eine außergewöhnliche Person, sie war eine beeindruckende Politikerin. Eine, die sich in einer zumeist von Männern diktierten Gesellschaft nichts sagen lassen wollte und die als britische Premierministerin in den 80er-Jahren europäische Politikgeschichte schrieb. Ihr Leben schien für Hollywood letztlich so eindrucksvoll, dass man mit „Die Eiserne Lady“ eben jener Margaret Thatcher eine Hommage widmete. In dieser Woche kommt der bereits mehrfach prämierte Film auch hierzulande in die Kinos, insbesondere die zwei Oscars am vergangenen Wochenende geben einen kleinen Ausblick auf die Qualität des Films.

Unter der Regie von Phyllida Lloyd ist natürlich der Name Meryl Streep zu nennen, die für die Hauptrolle in „Die Eiserne Lady“ bereits ihren dritten Oscar erhielt, 17 Nominierungen stehen bisher insgesamt zu Buche. Wie für sie geschaffen scheint die Rolle der heute 86-Jährigen Thatcher, die sich im Film mit dem Älterwerden konfrontiert sieht. Sie bereitet das Frühstück auch für ihren Mann Denis vor, obwohl er bereits verstorben ist. Auf der Straße wird jene Frau, die mehr als ein Jahrzehnt die Richtung ihres Landes vorgab, nicht mehr erkannt. Sie wird ein kleiner Teil einer sich stets bewegenden Gesellschaft. Natürlich liefert dies viel Zeit, sich der Vergangenheit zu erinnern, an die großen politischen aber vor allem auch privaten Erfolge. So dringen viele Emotionen über die Leinwand, die im Zuschauer großes Mitgefühl auslösen und einen Kinobesuch in jedem Fall sinnvoll erscheinen lassen.


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