KinoFestival im Ersten: Neues Französisches Kino am Sonntagabend

Vom 13. Juni bis zum 29. August zeigt die ARD am späten Sonntagabend zwölf hochkarätige TV-Premieren aus unserem Nachbarland. Zum Start am 13. Juni läuft der vielfach ausgezeichnete Film „Couscous mit Fisch“ von Abdellatif Kechiche. Der nordafrikanische Werftarbeiter Slimane macht aus der Not der Arbeitslosigkeit eine Tugend und will ein Restaurant eröffnen, spezialisiert auf Couscous mit Fisch. Dafür muss er gegen Bürokraten, seine finanzielle Notlage und Streitereien in der Familie angehen. Aber er lässt sich nicht beirren und kämpft für seinen Traum.

Am 18. Juli läuft „So ist Paris“. Diese Hommage an die Liebe und die Stadt Paris ist ein wunderbarer Episodenfilm von Cédric Klapisch, der bereits mit „L’auberge espagnole – Barcelona für ein Jahr“ einen großen Erfolg feierte. Erzählt werden die Geschichten von zehn Menschen mit ihren Nöten und Freuden, Hoffnungen und Träumen. Der Film bietet neben seiner verspielten und faszinierenden Story auch ein absolutes Staraufgebot, allen voran die zauberhafte Juliette Binoche.

Ein weiteres Highlight ist „Schmetterling und Taucherglocke“. Der Chefredakteur der französischen „Elle“, Jean-Dominique Bauby, erleidet im Alter von 42 Jahren einen Hirnschlag und kann sich als Folge nur noch über das Blinzeln mit dem linken Auge verständigen – das Locked-in-Syndrom. Vorbei ist es mit schnellen Autos, Frauen, dem Leben auf der Überholspur. Mit der Unterstützung einer Logopädin lernt er jedoch mit der Außenwelt zu kommunizieren und in seiner Fantasie auf Reisen zu gehen. Ein ergreifendes Meisterwerk von Künstler und Regisseur Julian Schnabel.

Zum Abschluss der Reihe läuft am 29.08. „Persepolis“ von Marjane Satrapi und Vincent Paronnaud. Dieser mit den normalen Sehgewohnheiten brechende Animationsfilm erzählt von dem iranischen Mädchen Marji, das sich mit den verschiedenen politischen Regimen im Iran auseinandersetzen muss.

Einziges Manko dieser wirklich erlesenen Filmreihe ist leider wie immer die Sendezeit, denn die Filme laufen zum Großteil erst nach Mitternacht. Trösten wir uns damit, dass ja Urlaubszeit ist und da kann man ja auch mal etwas länger wach bleiben.


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