Kennen Sie denn nicht das Buch „Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod“?

buecherKönnen Sie sich vorstellen eine Liebesromanze von J.R.R. Tolkien zu lesen oder ein Kinderbuch von Dan Brown? Wie wäre es, wenn Joanne K. Rowling über das Paarungsverhalten von Walen schreiben oder Mario Barth eine ernstzunehmende philosophische Untersuchung nach seinem großen Vorbild Immanuel Kant verfassen würde? Geben Sie es zu, allein der Gedanke an solche Werke ist unrealistisch. Woran das liegt? Tja, seit jeher sehen wir Autoren immer als Spezialisten für ein Fachgebiet und mit diesem identifizieren wir sie dann. Wir sprechen nicht vom Werk XY, das wir von einem Autor mögen, sondern die Frage bezieht sich meist auf den Schreiber selbst.

Bastian SickBastian Sick ist auch so ein Spezialist. Er beschäftigt sich nicht mit Krimis oder Fantasy, sein Themenbereich ist die Sprache selbst. Daher werden wir ihn immer mit seiner unnachahmlichen Reihe „Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod“ in Verbindung bringen. Umso erfreuter war ich persönlich, dass der Zwiebelfisch-Kolumnist nach drei Jahren Abstinenz endlich einen weiteren Teil herausbrachte. Natürlich geht es in erster Linie wieder um die Makel der deutschen Sprache und alle Irrtümer, die selbst Muttersprachler immer wieder in die Verzweiflung treiben.

Sick muss erkennen, dass selbst er immer noch nicht ausgelernt hat, so wird er auf seinen Reisen quer durch die Bundesrepublik mehrfach eines Besseren belehrt. Er scheint das geschafft zu haben, was er sich selbst als Lebensziel gesetzt hat. Es geht nicht darum, Menschen bloßzustellen oder sie eines Besseren zu belehren. Vielmehr will er die Bevölkerung unterhalten und dazu anregen, sich mit unserer doch so vielseitigen Sprache zu beschäftigen. Bei mir hat er das erreicht.


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