Meines Erachtens haben wir heute eine wirklich sehr ansprechende Vielfalt, die unseren Buchbestand kennzeichnet. Wir können etwas über das Verhältnis von Mann und Frau lesen, dürfen Profifußballern dabei zuhören, wie sie ihre alten Trainer an den Pranger stellen. Wir können alles darüber erfahren, wie man seinen Hund erzieht, erleben bewegende Schicksale oder jagen Mörder quer durch die Welt, manchmal sogar auf einen anderen Planeten. Wie gesagt, ich finde das ansprechend. Dennoch plädiere ich auch stets dafür, die großen Klassiker der Literaturgeschichte zu lesen, denn in ihnen zeigt sich das globale Kulturgut, was Jahrhunderte überdauerte und vielen, auch den heutigen Autoren, als Vorbild diente. Mit „Robinson Crusoe“ gedenke ich heute einem ganz besonderen Klassiker und damit seinem Autor Daniel Defoe.
Kommt es einem nur so vor, oder scheint Jake Gyllenhaal momentan in jedem vierten Film mitzuspielen? Der Mann hat sich offensichtlich warm geschauspielert und ist gefragter denn je. Auch im heutigen DVD-Tipp Brothers – Zwei Brüder. Eine Liebe. arbeitet er an der Seite von Tobey Maguire (der auch andere Rollen als Spiderman spielen kann) und Natalie Portman, welche momentan nicht weniger oft auf der Leinwand zu finden ist.
Die Final Destination-Reihe ist eine jener Horrorfilmreihen, die anscheinend ewig fortgeführt werden können. Der Hintergrund ist dabei stets ähnlich aufgebaut. Ein schlimmes Unglück steht bevor, bei dem viele Menschen ums Leben kommen. Sei es ein Flugzeugabsturz, wie im ersten Teil, oder eine Massenkarambolage auf der Autobahn. Bei Final Destination 5 stürzt eine Brücke ein und reißt einige Menschen mit in den Tod. Eine auserwählte Person sieht dieses Unglück jedoch kommen bevor es passiert und rettet so die Leben der anderen. Doch der Tod ist erbarmungslos und holt sich seine verlorenen Seelen bald wieder. Mysteriöse Unfälle und schreckliche Zufälle gehen Hand in Hand und dezimieren die Überlebenden.
Die Satire ist ein Mittel, das seit jeher Eingang in unsere Literatur findet. Es ist der höhnische Spott, der so manches Thema, über das ohnehin alle Welt redet, weil es zu ihr gehört wie die Butter auf das Brot, aus einer anderen, einer komischen Sicht unter die Lupe nimmt. Satirisch zu denken, liegt denke ich in jedem von uns. Satirisch zu schreiben, so dass es auch bei anderen ankommt, ist hingegen eine Kunst, die nur wenige beherrschen. Douglas Coupland darf man hier ohne Bedenken anführen, sein neues Meisterwerk „JPod“ ist der beste Beweis.
Ein echter John Grisham-Roman schafft es wie kein anderer, den Leser in das Geschehen zu integrieren, ihn zu fesseln und solange festzuhalten, bis auch die letzte Seite umgewälzt wurde. Was einen John Grisham ausmacht, liegt auf der Hand. Es ist seine unnachahmliche Art, Spannung aufzubauen. Spannung, die es zur Unmöglichkeit werden lässt, das Buch wegzulegen. So ist es auch beim heutigen Buchtipp, seinem Roman „Das Geständnis“, mit dem ganz nebenbei ein Mord aufgedeckt wird, für dessen Ausübung ein vermeintlich Schuldiger in vier Tagen die Todesstrafe erhalten soll. Gestaltet nach typischer John Grisham-Manier wird das Werk so nicht nur zum unglaublichen Wettlauf gegen die Zeit, sondern auch zu einem Thriller, den man sich definitiv mal vor die Augen führen sollte.
Sie mögen Filme? Ach was, Sie lieben Filme? Dann können Sie sicher nicht genug von ihnen bekommen. Was läge da näher, als sich gleich mehrere auf einmal zu holen. Dazu könnte man sich nun sehr viele verschiedene DVDs besorgen, oder aber auf ein DVD-Multipack zurückgreifen. Der Vorteil: Es wurde schon eine Vorauswahl getroffen und die Filme sind genreverwandt. Wer bspw. Krimis oder romantische Komödien mag, bekommt diese gleich im Doppelpack!
In der Geschichte finden sich selten derart erfolgreiche Literaten, die eine ähnlich starke Verbundenheit zu ihrer Heimat gehegt haben, wie es der Spanier Federico Garcia Lorca Zeit seines viel zu früh beendeten Lebens tat. Geboren im kleinen andalusischen Fuente Vaqueros in Granada ahnte anfangs niemand, welch großes literarisches Talent in einem ihrer Söhne schlummerte. Schließlich sollte sich Lorca zu einem der größten spanischen Autoren des 20. Jahrhunderts mausern, den es weit hinaus in die Welt zog und der schließlich seinen Platz dort fand, wo er einst herkam. Lorca machte sich einen Namen mit surrealistischer, durch seine regional geprägten Eindrücke ländlicher Literatur. Später aber auch durch herausragende Theaterstücke, weshalb wir heute einem Mann gedenken, der vor 75 Jahren während des Spanischen Bürgerkrieges aus dem Leben gerissen wurde.
Knapp 200 Romane wurden in diesem Jahr der siebenköpfigen Jury des Deutschen Buchpreis vorgelegt, zwanzig von ihnen wurden in die engere Auswahl erwählt und dürfen sich nun begründete Hoffnungen auf den Titel machen. Schon seit 2005 zeichnet der Deutsche Buchpreis den besten Roman deutscher Sprache aus und dotiert den Gewinn mit 25.000 Euro Preisgeld. Am 14. September wird das Feld noch einmal auf sechs Romane gekürzt, bis dahin darf spekuliert werden, wer als heißester Kandidat für die Nachfolge von Melinda Nadj Abonji ins Rennen geht.
Dass diese Frau gelegentlich ein wenig über die Stränge schlägt und gewisse Tabuthemen anzusprechen weiß, das wissen viele Literaturbegeisterte vermutlich schon, bevor ich über den heutigen Buchtipp „Schoßgebete“ spreche. Meine erste Begegnung mit Charlotte Roche stammt aus der Zeit kurz nach meiner Schulphase, als ich eine Freundin ihr Debüt „Feuchtgebiete“ lesen sah und des Öfteren ein Lächeln auf ihren Lippen vernahm. So wurde mein Interesse geweckt und schließlich begann ich selbst zu lesen und zu lächeln. An ähnlich Anzügliches in einem Buch konnte ich mich nicht erinnern. So darf man getrost sagen, dass Miss Roche ein wenig revolutionär die Grenzen übertrat, was sie im Übrigen auch mit dem neuen Buchtipp fertigbringt.
Der Film Alles, was wir geben mussten basiert auf dem gleichnamigen Bestseller von Kazuo Ishiguro und ist eine Buchverfilmung, deswegen verlinke und erwähne ich auch das Buch. Er handelt von drei jungen Menschen, die behütet in einem Internat aufwachsen, in dem die Idylle scheinbar grenzenlos ist. Doch der Schein trügt und so müssen die Kinder Kathy (Carey Mulligan), Ruth (Keira Knightley) und Tommy (Andrew Garfield) mit der Zeit erfahren, welches dunkle Geheimnis dieses Internat verbirgt.
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