Ich finde es richtig, dass man Menschen auch noch Jahre, Jahrzehnte oder gar mehr als ein Jahrhundert nach ihrem Tod in der Erinnerung behält. Mit Familienangehörigen sollten wir das eh tun und bei Leuten, die uns neben diesen prägten, sollte dies ebenfalls Gültigkeit tragen. Mit Jules Verne erblickte vor 183 Jahren einer der größten Personen der Literaturgeschichte das Licht der Erde und auch, wenn er mehr als einhundert Jahre vor dem heutigen Tag wieder von ihr verschwand, ist er ein Stück globaler Geschichte. Klassiker wie „Reise zum Mittelpunkt der Erde“ oder auch „In 80 Tagen um die Welt“ gehörten zu meiner Entwicklung und werden hoffentlich auch noch zu seinem 283.Geburtstag gelesen.
Es ist definitiv eine Gabe, mit Worten Menschen berühren zu können und womöglich war ihre Schauspielausbildung nicht unbedingt hinderlich für Krimiautorin Tana French. Die gebürtige US-Amerikanerin, die es zwischenzeitlich unter anderem auch nach Italien und Malawi verschlagen hat, ist seit knapp zwei Dekaden in Dublin beheimatet. Dort schreibt sie Geschichten, die Millionen Leser faszinieren. Es mag ihr durchaus eine Hilfe sein, dass sie auf der Bühne gelernt hat, wie Menschen auf gewisse Szenarien reagieren. Schon ihr Debütroman „Grabesgrün“ schaffte es an die Spitze der Bestsellerlisten und einen Edgar Allan Poe Award bekommt auch nicht gerade jeder verliehen.
Manchmal spielt das Leben einem übel mit. Viele Menschen plagen sich mit Zunahme ihres Lebensalters mit immer mehr Krankheiten herum. Einige von ihnen sind erträglich, sie gehören eben zum Älterwerden dazu. Alzheimer aber ist eine Krankheit, für die es keine Prothesen gibt und Gott sei Dank nicht jeden ereilt. Zum Glück für all diejenigen, welche nicht von ihr heimgesucht werden und umso schlimmer für jene, die sich dem Übel des Vergessens nicht entwenden können. Im heutigen Buchtipp spricht mit Rudi Assauer jemand über seine Krankheit, der zu allem Übel auch noch lange Zeit im Fokus der Öffentlichkeit stand und so viele Menschen ihm beim zunehmenden Krankheitsverlauf beobachten können.
Stephen King, den meisten doch eher als Autor von Horror-Romanen bekannt, zeigt unteranderem auch mit seinem neuen Werk „Der Anschlag“ was für ein vielseitiges Talent in ihm steckt. Sein neuer Roman eröffnet die Möglichkeit zur Zeitreise, aber was würde der Mensch tun wenn er, wie im aktuellen Buchtipp zurück in die Vergangenheit reisen könnte? Vermutlich würde er nach den eigenen Wurzeln forschen, vielleicht auch historische Großereignisse bewundern. Um ein eben solches zu verhindern reist Hauptprotagonist Jake Epping zurück in das Jahr 1958. Sein Auftrag lautet, das 5 Jahre später geschehene Attentat auf den ersten Katholiken im Amt des US-amerikanischen Präsidenten zu verhindern. Gelingt es ihm, kann Jake Epping John F. Kennedy am Leben halten und so den Geschichtsverlauf verändern?
Es gibt wohl nichts Schlimmeres als ein Menschenleben zu führen, das nicht das eigene ist. Sich in jeder Situation zu verstellen, um nicht enttarnt zu werden, jedes noch so unerträgliche Übel über sich ergehen zu lassen, ohne wirklich die Chance zu haben, sich dagegen aufzulehnen. Der dänische Thrillerautor Jussi Adler-Olsen, den wir bereits von den Werken rund um den Ermittler Carl Mørck wie beispielsweise „Erbarmen“ kennen, hat sich in seinem Debütroman und dem heutigen Buchtipp dieser Thematik gewidmet und mit „Das Alphabethaus“ ein eben solches Menschenleben darstellt.
Schweden ist ein Land, mit dem wir, wie bei jedem anderen auch, zahlreiche Dinge verbinden. Positive kenne ich viele, negative Beispiele eigentlich gar keine. Schweden ist für mich das Land der Elche und Köttbullar, es ist Ikea, das Land der Nobelpreise und natürlich das von Astrid Lindgren. Am heutigen Samstag jährt sich ihr Todestag bereits zum zehnten Mal und dennoch sind ihre Geschichten nach wie vor präsent, weshalb es buecher.de als eine Ehre ansieht, ihren größten Werken selbst einen Beitrag zu widmen.
Eigentlich bin ich ein Fan von historischen Romanen, doch bei Robert Harris konnte die Begeisterung für das historische Gut nicht so ganz überschwappen. Umso erfreuter musste ich bei seinen moderneren Romanen feststellen, wie großartig dieser Mann Geschichten schreiben kann. Vor allem schafft er es, für den Laien so Unverständliches in einen verständlichen Gesamtkorpus einzubetten. In seinem neuen Roman „Angst“ inszeniert Harris ein Konstrukt inmitten der unübersichtlichen Finanzwelt. Ich persönlich verstand bei den Begriffen Hedgefonds und Co. in der Regel nur Bahnhof und auch beim mathematischen Spektrum des Algorithmus wahrte ich eher Distanz. Jetzt verstehe ich beides und beides ist ehrlich gesagt auch das, was mir nun „Angst“ macht.
George Clooney ist ganz sicher einer der am meist begutachteten Männer auf diesem Planeten. Frauen verfallen seinem Charme, Männer diesem eher weniger, dafür aber einem Clooney als Schauspieler. Seine größten Rollen hatte Clooney aus meiner Sicht als Ganove, unvergessen natürlich die Reihe, in der er zahlreiche Gleichgesinnte zu Ocean´s Truppe zusammensammelte. Umso interessanter ist es zu sehen, wie der ehemalige Sexiest Man Alive sich in den letzten Jahren den mehr und mehr nachdenklichen Rollen widmet und Teil von Filmen ist, die sich mehr aufgrund ihrer Tiefe als ihrem Starensemble auszeichnen. So erscheint am Donnerstag mit „The Descendants – Familie und andere Angelegenheiten“ ein Film in den Kinos, der schon vorab reichlich Begeisterung entfachen konnte.
Manchmal ist es der Zufall, der für einen wirklich großen Erfolg sorgen kann. Es sind Kleinigkeiten, die heutzutage darüber entscheiden, ob eine einfache Idee in der Versenkung landet oder letztlich zu einem Welterfolg werden kann. Mit dafür verantwortlich ist das Internet. Es macht zum Beispiel einen tanzenden Opa zum gefeierten Welthit oder wie im Fall von Simon Tofield eine einfache Comiczeichnung zu einem der neusten Highlights auf dem Büchermarkt. Seine Idee begann mit einem kleinen Kurzfilm über das tägliche Verlangen von hungrigen Katzen, das nahezu jedem Tierliebhaber bestens bekannt ist. Mal eben bei Youtube eingestellt hatte das Video binnen kürzester Zeit Millionen Klicks und sich die fixe Idee von „Simons Katze“ zu Großbritanniens neuer Hauptattraktion gewandelt.
Was versetzt den Menschen in große Angst? Im Wahren sind es doch nicht die grausamen Morde, von denen jeden Tag berichtet wird, es sind nicht die Naturkatastrophen oder terroristische Anschläge. Natürlich bereiten uns auch diese Dinge einen großen Schrecken, doch die wahre Furcht befindet sich in jedem selbst. Jeder Mensch hat seine Geheimnisse und von denen, die wirklich nur uns etwas angehen, wollen wir nichts an die Oberfläche sickern lassen. Klar, dass Beobachter oder im extremen Fall Stalker mit zur größten Bedrohung jedes Menschen werden. Sie beobachten uns und unsere Eigenarten, wissen durch genaues Hinsehen alles über uns. Charlotte Link begutachtet in ihrem neuen Thriller so einen Beobachter, schürt die Angst und führt ihn selbst in die Irre.
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Jules Verne wäre heute 183 Jahre alt: Ich finde es richtig, dass man Menschen auch noch Jahre, Jahrzehnte oder g... http://t.co/Q1sDHQbW