Karl-Theodor zu Guttenberg ist „Vorerst gescheitert“

Seien wir mal ganz ehrlich, politisch gesehen gehört Deutschland zumindest in Europa zu den absoluten Führungsmitgliedern. Charismatisch gesehen aber stecken die politischen Oberhäupter um einiges hinter der Konkurrenz  fest. Es gibt einige wenige Ausnahmen, doch Leute vom Kaliber der vergangenen Regierungstage eines Helmut Kohl oder eines Herrn Schmidt gehören der Vergangenheit an. Bei Karl-Theodor Freiherr von und zu Guttenberg keimte diese Hoffnung wieder auf. Imposant war sein Aufstieg, umso schneller ging die Kurve aber auch wieder nach unten. Nach der Anfang des Jahres aufgekommenen Plagiatsaffäre trat er weitgehend aus dem Fokus der Öffentlichkeit heraus. Nun peilt er mit „Vorerst gescheitert“ die Rückkehr auf die ganz große Bühne an.

Ohne Frage war die Aberkennung seiner Doktorwürde eine schwere Prüfung für den jungen CSU-Politiker, der es in kürzester Zeit schaffte, sich als Wirtschafts- und später als Verteidigungsminister zu einem der beliebtesten Politiker des Landes zu entwickeln. Freiherr zu Guttenberg verschwand lange Zeit beinahe vollends aus der Öffentlichkeit, um jetzt im Gespräch mit ZEIT-Redakteur Giovanni di Lorenzo Rede und Antwort zu stehen. Gemeinsam entwickeln sie einen sehr unterhaltsamen Disput über zu Guttenbergs Herkunft, seine Familie und seine fortschrittlichen Ideen als Politiker. Ebenso und vermutlich noch mehr im Kern steht aber die verhängnisvolle Affäre, die dafür sorgte, dass Deutschlands größtes politisches Charisma zumindest vorerst gescheitert ist.


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