Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand – Unser Filmtipp

Hundertjaehrige - FilmplakatEin Buchtitel, der trotz einer beachtlichen Länge heruntergeht wie Öl – So etwas gibt es wahrlich selten. Als Jonas Jonasson 2009 in seiner schwedischen Heimat einen Roman namens „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“ veröffentlichte, wurde das noch etwas kritisch beäugt. Im Folgejahr avancierte die amüsante Abenteuergeschichte um Rentner Allan Karlsson zum meistverkauften Buch des Landes. Das wurde es dann auch in Deutschland und in vielen anderen Staaten, in denen das Werk zum internationalen Bestseller aufstieg. Nun ist es endlich soweit und Jonassons Premierenstück erscheint unter der Regie von Felix Herngren auf den Leinwänden der Deutschen Kinosäle.

Der Hundertjährige im Kino – Gustafsson brilliert als Allan Karlsson

Zwei Wochen nach dem Kinostart von „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“ in Schweden zählten die Kinokassen bereits 762.000 Besucher. Etwa jeder zwölfte Schwede schaute sich die Story an, was Herngrens Verfilmung zur erfolgreichsten aller Zeiten macht. Da sich der Regisseur samt seines Teams nah an den Plot Jonassons hält, dürfte der Film auch hierzulande einschlagen. Die Rolle des Allan Karlsson übernimmt mit Robert Gustafsson einer der beliebtesten Komiker Schwedens. Er verleiht dem zentralen Charakter viele authentische Eigenschaften, so dass er keinem Leser des Buches wie ein Fremdkörper erscheint. Gustafsson brilliert als Allan Karlsson, dessen Road-Movie-Story im Altersheim beginnt. Aus diesem entfernt sich „Der Hundertjährige“ aufgrund der täglich herrschenden Langeweile.

Der Hundertjährige – Ein unterhaltsamer Trip durch die Geschichte

Jonasson, seinerseits in der schwedischen Universitätsstadt Växjö geboren, schickt ihn auf eine Reise durch das ganze Land. Karlssons Erspartes reicht immerhin dazu, vom Busbahnhof in Malmköpping bis nach Byringe zu reisen. Dort sackt er dann einen Koffer ein, der noch eine entscheidende Rolle spielen soll. Die enthaltenen 50 Millionen Kronen sind die perfekte Grundlage, um auch im fortgeschrittenen Alter noch ein wenig Spannung zu erleben. Für diese sorgen unter anderem auch die Handlanger von Gangsterboss Pim (Alan Ford), die Karlsson sowie seine Gefährten Julius (Iwar Wiklander) und Benny (David Wilberg) auf Schritt und Tritt verfolgen. Nebenbei sehen die Kinozuschauer immer mal wieder einzelne Rückblenden in Karlssons Vergangenheit, in welcher Stalin, Franco, Truman, Reagon, Einstein und Co. auftreten. Perfekt gewürzt mit einer starken Prise schwedischen Humors bestaunen wir so einen unterhaltsamen Streifzug durch Schweden und die globale Geschichte. Wer dabei gleich noch etwas absahnen möchte, braucht nur bei unserem Gewinnspiel zum Kinostart von „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“ mitmachen.

 


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