Weit weg und ganz nah von Jojo Moyes – Unser Buchtipp

Moyes - Weit weg und ganz nahAn ihr kommt niemand vorbei, wenn es darum geht die erfolgreichsten Schriftsteller der letzten Jahre zusammenzutragen. Ihre Romane glänzen mit Geschichten, die jedem von uns passieren könnten und vermutlich genau aus diesem Grund so gut ankommen. Gleiches gilt für die Protagonisten, die sie in ihren Plots auftreten lässt: Diejenigen, über die Jojo Moyes schreibt, sind ganz gewöhnliche Leute. Leute, mit denen die Leser sich identifizieren können. Das machte „Eine Handvoll Worte“ und „Ein ganzes halbes Jahr“ zu absoluten Topbestsellern. Nicht anders ist es bei dem gerade erst veröffentlichten Werk „Weit weg und ganz nah“, das schon nach wenigen Wochen nicht mehr aus der Bestsellerliste wegzudenken ist.

Weit weg und ganz nah – Die Aussicht auf Besserung

Menschen, die ihre eigenen Interessen hinten anstellen, damit ihre Liebsten es besser haben, sind in unserer Ellenbogen ausstreckenden Gesellschaft wahrhaft rar geworden. Dennoch aber gibt es sie und der Rest der Welt bewundert ihre Uneigennützigkeit. Insofern ist es wenig überraschend, dass man ab der ersten Seite eine gewisse Sympathie für Jess Thomas empfindet. Die alleinerziehende Mutter zweier Kinder -Constanza und Nicholas – kämpft aufopferungsvoll für die Beiden. Dennoch bleiben deren Wünsche zumeist unerfüllt. Während sich Nicky, der kiffende Mitläufer, Anerkennung und Beachtung erhofft, will die talentierte Tanzie ihre Mathekenntnisse auf einer teuren Schule weiter verbessern. Trotz  aller Mühen kann Jess den Beiden diese Wünsche nicht erfüllen. Erst ein Bündel Geld und ein unmoralisches Angebot bringen ein wenig Sonnenschein in die sonst so grauen Tage der Familie Thomas.

Weit weg und ganz nah – Interessante Roadtrip-Konstellation

Der Titel „Weit weg und ganz nah“ wurde von Moyes in mehrerer Hinsicht passend gewählt.  Jess muss sich weit von den eigenen Idealen entfernen, um dem Glück nahe zu kommen. Vor allem aber muss die ganze Familie weit weg fahren, um wirkliche Erfüllung zu finden. Das andere entscheidende Puzzleteil auf diesem Roadtrip ist der vermögende Ed Nichols, der gar nicht weiß, wo er mit seinem Einkommen hinsoll. Sein Leben ist gekennzeichnet vom täglichen Selbstmitleid – der Wunsch einmal etwas Gutes, etwas Sinnvolles zu tun, gigantisch groß. So lädt er die Familie Thomas samt Vierbeiner in sein Auto und erlebt eine Fahrt, die alle Akteure eine Wandlung vollziehen lässt. Eine Wandlung, die jeden Leser von „Weit weg und ganz nah“ beeindrucken wird.


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