Jo Nesbo – Headhunter

Harry Hole ist jedem Jo Nesbo-Kenner ein Begriff. Der selbstzerstörerische Kommissar konnte in mehreren Romanen unglaublich an Sympathie gewinnen und ist so etwas wie Nesbos Markenzeichen. Es war nun wohl jedoch an der Zeit, dieses Markenzeichen vorerst abzulegen und sich anderweitig einen Namen zu machen. Also ersann Nesbo die Figur des Roger Brown. Ein überaus erfolgreicher Headhunter, dessen Wort Gesetz ist, der aber auch eine heimliche Nebentätigkeit ausübt. Denn er bestiehlt seine Klienten.

Roger Brown hat es auf die Kunstwerke abgesehen, die ihm einen Lebensstil ermöglichen, den er und seine Frau über die Jahre kultiviert haben. Ein neuer Klient verspricht hier ein lukratives Geschäft zu sein, der ultimative Coup sozusagen. Zu spät merkt Brown, dass aus dem verheißungsvollen Diebstahl nun eine Jagd auf ihn selbst wird. Auch wer dahinter steckt, findet Brown erst spät heraus – zu spät?

Headhunter ist ein Paradebeispiel für einen Pageturner, der es schafft, den Leser bei der Stange zu halten. Neue Wege beschreitet Nesbo nicht nur mit seinem Protagonisten, sondern auch mit dem Metier, welches ein wenig überzeichnet, aber dennoch interessant wirkt. Alteingesessene Fans finden evtl. einige Wendungen unglaubwürdig, auch wenn diese zur Spannung beitragen.

Alles in allem aber ein sehr spannendes Buch, das Sie nicht so schnell loslassen wird.


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