Jack Ryan: Shadow Recruit – Unser Filmtipp

jack-ryan-shadow-recruitMit Tom Clancy ist im vergangenen Oktober ein ganz Großer der Literaturszene verstorben. All seine politisch geprägten Thriller um den CIA-Analysten Jack Ryan sind lesenswert und besitzen einen enormen Unterhaltungswert.  Das spricht natürlich auch für den neuesten, „Gefahrenzone“. Viermal hat es Clancys Hauptprotagonist auf die Kinoleinwand geschafft. Nach Alec Baldwin verkörperte Harrison Ford zweimal Jack Ryan. Zuletzt kam diese Ehre Ben Affleck in „Der Anschlag“ zuteil. Nun, zwölf Jahre später, kommt es zu einem weiteren Auftritt im Lichtspielhaus, wobei der Agent dieses Mal von Chris Pine dargestellt wird. Zwar basiert „Jack Ryan: Shadow Recruit“ auf keinem Roman Clancys, das Drehbuch lässt sich aber perfekt in die Reihe einbauen und ist einen Gang ins Kino ohne Frage wert. Schon bevor man diesen unternimmt, lässt sich bei unserem bücher.de Gewinnspiel zum Film etwas Tolles absahnen.

Jack Ryan: Shadow Recruit – Eine Art Vorgeschichte

Als Tom Clancy 1984 in „Jagd auf Roter Oktober“ erstmals über Jack Ryan schrieb, wirkte der Agent bereits als eben solcher ausgereift. „Jack Ryan: Shadow Recruit“ setzt früher an und erzählt so die Vorgeschichte. Nach den Ereignissen des 11. September 2001 entschließt sich Wirtschaftsstudent Jack Ryan (Chris Pine) mit den Marines in Afghanistan zu kämpfen. Nachdem er dort dem Tod so eben von der Schippe gesprungen ist, heuert ihn CIA-Mitarbeiter Thomas Harper (Kevin Costner) als Undercover-Analyst an. Das bürgerliche Leben an der Wall Street scheint zunächst wenig Risiko mit sich zu bringen, worüber Jack Ryan nicht wirklich unglücklich ist. Das ändert sich, als Harper ihn damit beauftragt nach Russland zu fliegen, um den russischen Oligarchen Cherevin (Regisseur Kenneth Branagh agiert auch vor der Kamera), daran zu hindern, das gesamte globale Finanzwesen aus den Angeln zu heben.

Jack Ryan: Shadow Recruit lebt von seinen Charakteren

Selbst das schreit noch nicht nach der ganzen großen Gefahr. Der Auftragskiller, der ihn im Hotelzimmer erwartet, aber schon. Gemeinsam mit seiner Verlobten Cathy (Keira Knightley), die ihm aus Angst vor einer Affäre nach Russland gefolgt ist, deckt Jack Ryan eine Intrige auf, die schlimmer ist als es anfangs erwartet wurde. Cherevins Sohn soll nämlich mal eben die komplette Wallstreet in die Luft jagen. Genreuntypisch handelt es sich bei ihm um einen Actionheld, dem das Töten, geht es um einen noch so üblen Bösewicht, spürbar Unbehagen  bereitet und der stattdessen lieber seinen Verstand einsetzt. Bemerkenswert unblutig verlaufen die fast zwei Stunden, weil Branagh sich darauf verlassen kann, dass seine Schauspieler, allen voran Chris Pine, den einzelnen Charakteren derart viel Leben einhauchen. So ist „Jack Ryan: Shadow Recruit“ auch ohne viele Actionszenen wirklich unterhaltsam.


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