Iron Man – hart wie Stahl und butterweich im Abgang
Tony Stark wird nach seiner Gefangenschaft vom ehemaligen Waffenlobbyisten Liebling zun größten Händler zum Verfechter des Guten. So in etwa kann man den Inhalt von Iron Man wiedergeben, tut dem Ganzen jedoch zu Unrecht, wenn man meint, dass so schon alles gesagt wäre. Der Film bietet nämlich, entgegen einiger Befürchtungen zu Comicverfilmungen, ein wahrhaftes Spektakel. Nicht nur die Geschichte ist einleuchtend und gut umgesetzt, was zum einen an den tollen Special Effects liegt, jedoch noch weit darüber hinaus geht. Vielmehr wurde mit der Rollenbesetzung ein Wagnis eingegangen, dass sich im Nachhinein mehr als auszahlt.
Denn statt einen Leinwandstar als Hauptdarsteller einzusetzen, der so einfach die Kinogänger anlocken sollte, hat man sich für Robert Downey Jr. Entschieden, welcher als trockener Alkoholiker eher für die anspruchsvollen Rollen, denn für Blockbuster berühmt war. Ihm zur Seite setzte man dann noch die verführerische und konträre Gwyneth Paltrow und zusammen mit Bösewicht Jeff Bridges gelang es schauspielerisches Talent mit Unterhaltung zu vereinen. Der Film lebt unterdessen von dem immer wieder aufkommenden Witz und vor allem dem Playboy-Charme eines Tony Starks, der es gleichermaßen vermag Vernunft mit Überheblichkeit auszudrücken. Man darf nicht tiefschürfendes Kino erwarten, wohl aber einen unterhaltsamen Film und vor allem eine sehr gelungene Comic Verfilmung, was angesichts von Flops, wie z.B. Daredevil nicht selbstverständlich ist.
Wer zudem die ungeschnittene US-Kino Version sehen möchte, der kann sich auch das limitierte Steelbook holen, welches wohl jede DVD Sammlung hervorragend schmückt.
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