Interstellar – Unser Filmtipp

InterstellarMatthew McConaughey ist ein wirklich vielseitiger Schauspieler. In seiner Vita findet sich eine Rolle als Strafverteidiger in „Die Jury“, die eines Drachentöters in „Die Herrschaft des Feuers“ oder die eines HIV-Infizierten im oscarprämierten „Dallas Buyers Club“. Der November 2014 zeigt uns nun eine weitere neue Seite am 45-jährigen Sunnyboy aus Texas. In Christopher Nolans „Interstellar“ begibt er sich als Weltraumastronaut durch ein Science-Fiction-Drama, das gehobenen Ansprüchen gerecht wird und den Blockbuster-Jahresausklang um den ersten Finalteil der „Tribute von Panem“ und den epischen Schlussakkord von Jacksons „Hobbit“-Trilogie optimal einläutet.

Interstellar – Ein Familiendrama im kosmischen Rahmen

Die Situation, der die Kinozuschauer zu Beginn des beinahe dreistündigen „Interstellar“ ausgesetzt werden, ist für die Menschen des 21. Jahrhunderts keine unbekannte. Die Welt vegetiert dem kompletten Klimazusammenbruch immer weiter entgegen. Überbevölkerung und der stetige Verlust von Rohstoffen sorgen für eine Nahrungsknappheit, so dass jeder, der langfristig abgesichert sein möchte, zum Farmer wird. Ein Beispiel ist der frühere NASA-Astronaut und Witwer Cooper (Matthew McConaughey), der riesige Maisfelder bewirtschaftet, um seinen Schwiegervater (John Lithgow), die beiden Kinder Murph (Mackenzie Foy) und Tom (Timothee Chalamet) sowie sich selbst am Leben zu halten. Eigentlich schlummert in ihm noch immer der frühere Ingenieur. Da trifft es sich gut, dass im Verborgenen unter der Leitung von Professor Brand (Michael Caine) daran getüftelt wird, eine Mission zum Saturn zu starten, die das Überleben der Menschheit sichern soll. Cooper schließt sich dem Team an und bricht gemeinsam mit anderen Wissenschaftlern – Brands Tochter Amelia (Anne Hathaway), Doyle (Wes Bentley) und Romily (David Gyasi) – zu einer Expedition auf, bei der er sich sicher sein kann, seine Kinder nie richtig aufwachsen zu sehen.

Interstellar verfügt über einen Allstar-Cast

Wie hart sich gerade diese Opferung des eigenen Lebens gestaltet, zeigt Regisseur Christopher Nolan („The Dark Knight“) in vielen Einstellungen. Gemäß seiner bisherigen Arbeiten verzichtet er auf 3D-Technologie und liefert dank großer emotionaler Tiefe trotzdem reihenweise Gänsehautaugenblicke. So bleibt niemand regungslos, wenn McConaugheys Gesicht eingeblendet wird, als er registriert, um wie viel schneller seine Kinder auf der Erde gealtert sind, während er scheinbar wenig Zeit im Weltraum verbringt. Ohnehin profitiert Nolan in seiner Arbeit von einem breiten Portfolio an absoluten Topschauspielern, die den Film alles in allem so bewegend erscheinen lassen. Mit Caine, Hathaway, Matt Damon, Ellen Burstyn und einem Matthew McConaughey, der alle überragt, zählt sein Ensemble ganze fünf Oscarpreisträger. Großes Kino scheint da vorprogrammiert und in der Tat handelt es sich bei „Interstellar“ um nichts anderes.

 


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  1. Daniel

    Interstellar ist mit Recht einer der besten Zeitreise-Filme die ich bisher gesehen habe. Zwar finde ich die Story zu Anfang schwach und austauschbar, aber wie der Film sich weiter entwickelt ist der absolute Hammer. Ich will gar nicht spoilern, aber als am Ende herausgefunden wurde von wem die Nachricht kommt, die die Wissenschaftler hat aufbrechen lassen war der Film genau so wirr wie ich Zeitreise Filme mag. Man muss richtig nachdenken und hat das Gefühl nach über zwei Stunden schließt sich der Kreis. Ein Erlebnis das ich so selten bei einem Film hatte. Ein absoluter Top-Film und ein Highlight in diesem Genre.

    9.02.2016
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