Inkubus – Eine Geschichte, die verwirrt

Psychothriller haben eine ganz besondere Eigenschaft, sie können eine wirklich mysteriöse Umgebung erzeugen. Das tun sie in der Regel ab der ersten Seite und selbst im Verlauf lässt sich diese Aura nicht zerstören. Die Kunst des Autors besteht darin, ein Konstrukt zu entwerfen, das es dem Leser nicht ermöglicht, schnell hinter die eigentliche Handlung zu steigen, beziehungsweise die Charakterzüge des Psychopathen und der sonstigen Beteiligten zu erkennen. Als ich vor einiger Zeit eine Rangliste der besten Psychothriller zusammenstellen durfte, weckte es in mir das Interesse, mal wieder einen richtig guten Thriller zu lesen. Auf der Suche nach einem, stieß ich auf „Inkubus“ von Luca di Fulvio.

Von di Fulvio habe ich vorab noch nichts gelesen, doch die Vergangenheit hat mich gelehrt, dass gerade jene Bücher, die wir instinktiv zum Lesen auswählen, nachhaltig den größten Eindruck in uns hinterlassen. So war es dann auch bei „Inkubus“, einem Werk, das selbst die eigene Psyche nicht unberührt lässt. Auf den ersten gut 200 Seiten habe ich noch nicht so wirklich erkannt, wer von den Hauptprotagonisten das eigentliche Elend in sich trägt. Hier wird von einem engagierten Ermittler gesprochen, der aus dem Drang heraus, einen Straftäter zu überführen, selbst zu kranken Methoden greift. Ein anderer Gesetzhüter scheint sich aus dem Dienst zurückgezogen zu haben, auch dieser ist nervlich sehr angeschlagen. Die Rede ist von vielen Homosexuellen mit krankhaften Neigungen und Pädophilen, die Gegenstand der Rache sind. Selbst deren Opfer, die nun erwachsen scheinen, finden ihren Platz im Werk, in welchem alle in eine mysteriöse Mordserie verwickelt sind.


Leider gibt es noch keine Kommentare Schreib den ersten!
Kommentar schreiben

Folge buecher.de bei Twitter