Incubus von Edward Lee – Unser Buchtipp

Edward Lee - IncubusWenn man versucht, einen Autor wie Edward Lee zu beschreiben, dann gibt es zwei Möglichkeiten dies zu tun: Entweder mithilfe einiger biografischer Angaben wie der des Jahres, an dem die Schullaufbahn beendet wurde oder zu der er eine Italienreise unternommen hat. Viel besser ist es jedoch, in die von ihm geschriebenen Werke zu blicken oder aber auf das, was andere über ihn sagen. Beginnend mit Letzterem bleibt festzuhalten, dass Jack Ketchum ihm die Fähigkeit attestiert, Geschichten wie ein Rennpferd voran zu peitschen. Richard Laymon geht noch ein wenig weiter – seiner Meinung nach sei der Autor unseres heutigen Buchtipps gar literarische Körperverletzung. In der Tat sind die Erzählungen von Edward Lee keine leichte Kost. Wer aber auf Horrorliteratur der Extraklasse abfährt, kommt an „Incubus“ nicht vorbei.

Incubus – Ein Dämon, der Träume erfüllen soll

Die Protagonistin Veronica Polk sehnt sich nach Liebe und einem Menschen, der ihr endlich einmal das geben kann, was sie sich wünscht. Ein mysteriöser Fremder könnte genau dieser Heilsbringer sein, doch in Wahrheit gehen seine Absichten eher in eine andere Richtung. „Incubus“ ist nicht umsonst der Titel dieses Buches, denn ganz im Sinne der Mythologie um den Dämonen beschert auch der Protagonist im Werk Albträume am Fließband. Der Waldgeist, der sich nachts einer Frau nähert und ohne ihr Wissen den Beischlaf vollzieht, bekommt hier gewiss eine etwas andere Note verliehen. Die Idee aber, die Edward Lee in seinen Plot integriert, liegt ohne Frage in direkter Nähe zur mythischen Figur Incubus.

Edward Lee – Ein Autor, der obszön über Obszönes schreibt

Ohne Frage ist Edward Lee ein Autor, dessen literarisches Repertoire sich aus Wörtern zusammensetzt, die man nicht allzu oft zu lesen bekommt. Dementsprechend hartgesotten sollte man als Leser sein, wenn man sich an Werke wie „Incubus“ heranwagt. Der Horrorschriftsteller, der schon mehr als vierzig Bücher herausgebracht hat – die teilweise sogar verfilmt wurden – gilt in der Szene als hartes Kaliber. Nach der Lektüre von „Incubus“ bleibt festzuhalten, dass dem nichts hinzuzufügen ist.


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