Im Herzen der See – Unser Filmtipp

Im Herzen der SeeHerman Melvilles Abenteuerroman „Moby Dick“ ist nicht nur eine blendende Erzählung, sondern auch eine, die zu einem Mythos gewachsen ist. Kaum einer weiß, was ihn letztlich zu der Geschichte, seiner Ausgestaltung geführt hat. Es ist Nathaniel Philbrick, der in seinem Werk „Im Herzen der See“ erklärt, wie Moby Dick entstanden ist. 1820 wird der Walfänger Essex auf dem Pazifik von einem gigantischen Pottwal gerammt. Die komplette Besatzung, fast zwanzig Männer, gehen über Bord, retten sich über winzige Beiboote. Satte 4000 Kilometer vor der südamerikanischen Küste beginnt ihre unglaubliche Odyssee. Genau dieser folgt auch Regisseur Ron Howard „A Beautiful Mind“, der Philbricks Werk als Grundlage für großes Blockbuster-Kino mit herausragender Besetzung genutzt hat.

„Im Herzen der See“ lauert ein Riese

Herman Melville (Ben Whishaw) ist heute als großer Autor bekannt. Grund dafür ist ein Gespräch aus dem Jahr 1850. Melville lauscht dem unglaublichen Bericht des in die Jahre gekommenen Thomas Nickerson (jung: Tom Holland, alt: Brendan Gleeson). Der Mann berichtet über einen Vorfall, den er vor dreißig Jahren auf dem Pazifik erlebt hat und der sein Leben für immer veränderte. Nickerson war Teil einer 19-köpfigen Crew, die unter dem Kommando von Captain Pollard (Benjamin Walker) auf dem Walfänger Essex zum Jagen auszog. Unter ihnen befindet sich auch der ehrgeizige erste Maat Owen Chase (Chris Hemsworth). Nach drei Jahren erfolgreicher Fahrt auf See und mit vielen gefüllten Walöl-Fässern wollen die Seeleute zurückkehren. Doch ein folgenschwerer Zusammenstoß mit einem riesigen Wal zerstört sämtliche Pläne.

„Im Herzen der See“ mit großartiger Besetzung

Eigentlich sollte „Im Herzen der See“ bereits im Frühjahr 2015 in die Kinos kommen. Es ist Howards Kalkül auf die bevorstehenden Oscars, die ihn letztlich erst im Dezember zur Veröffentlichung bewegten. Die eine oder andere Nominierung für die Neuauflage des literarischen Klassikers bietet allein schon die unfassbar starke Besetzung. Mit Chris Hemsworth („Thor)“ hat man einen hoch talentierten und ebenso engagierten Darsteller auserwählt. Das zeigt sein Einsatz für „Im Herzen der See“, hat er doch täglich nur 500 bis 600 Kalorien zu sich genommen, um die Rolle als ausgemergelter Seemann perfekt auszufüllen. Auch Ben Whishaw („Spectre“) ist bereits ein Schwergewicht der Filmszene und einer, der die Erzählung rund um Moby Dick bereichert. Zusammen mit Tom Holland („The Impossible“) bilden sie ein ordentliches Dreigestirn, das diesen Film mal abgesehen von seinem Backround sehr sehenswert macht.

 


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