Herz aus Stahl – Unser Filmtipp

Herz aus StahlBrad Pitt ist ein Schauspieler, der im Lauf seiner Karriere große Vielseitigkeit unter Beweis gestellt hat. Ob als verzottelter Bergsteiger in „Sieben Jahre in Tibet“, blutüberströmter Faustkämpfer in „Fight Club“ oder abgezockter Ganove im feinen Zwirn als Mitglied von „Ocean‘s Eleven“ und allen Folgeteilen – der Kerl aus Oklahoma besticht durch viele Facetten. Das hat ihn zu einem der einflussreichsten Darsteller des Erdballs gemacht und dafür gesorgt, dass Pitt sich heute ganz genau aussuchen kann, in was für Filmen er mitspielt. In den letzten Jahren ist immer deutlicher geworden, dass Szenen auf dem Schlachtfeld dabei immer zentraler werden. So passt es auch, dass Brad Pitt eine tragende Säule in David AyersHerz aus Stahl“ darstellt.

Herz aus Stahl – Eine wahre Geschichte aus den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs

Viermal hat Brad Pitt eine Nominierung für den Oscar erhalten, viermal ging er leer aus. Den Gewinn verzeichnete er schließlich, als er sich bei „12 Years a Slave“ auch hinter die Kamera stellte und als Produzent die Strippen zog. In „Herz aus Stahl“ – einem Kriegsdrama – dürfen wir ihn nun wieder ausschließlich in seinem geübten Handwerk bewundern. In diesem ist er der Anführer der Crew des US-amerikanischen Sherman-Panzers „Fury“, der im Zuge der letzten Offensive im April 1945 auf deutschem Boden weilte. Don „Wardaddy“ Collier (Brad Pitt) zeigt sich als eisenharter und mitunter sehr raubeiniger Sergeant, der mit vielen aus seinem Team bereits in Afrika gegen die Nazis kämpfte. Zu ihnen gehört unter anderem auch Boyd „Bible“ Swan (Shia LeBeouf), der nicht weniger verroht ist. Völlig neu rutscht in die Aufgabe des eisenharten Überlebenskampfes  Norman „Cobb“ Ellison (Logan Lerman). Er wird am Ende der einzige sein, der Deutschland lebend verlässt.

Herz aus Stahl – Wenn das Morden einen gefühlskalt macht

David Ayer („Street Kings“) schafft es in „Herz aus Stahl“, nicht zuletzt dank der hervorragenden Besetzung, die Elemente des Soldatenlebens in vielen emotional geladenen Bildern einzufangen. Den Schlüssel hierzu bietet vor allem die Rolle des Norman Ellison, der praktisch in den Panzer gezogen wird, um dort den Platz eines Getöteten einzunehmen. Norman ist derjenige, der immer wieder davor zurückschreckt, Deutsche und somit die Gegner zu töten. Das kostet andere Soldaten, US-Amerikaner, das Leben. Während Collier, Swan und die anderen aufgrund der bereits abgeschlossenen Verrohung beim Töten der Kontrahenten nicht ein einziges Mal mit der Wimper zucken, schreckt der junge Soldat mit allem Eifer davor zurück. Das schenkt ihm, nicht ganz zufällig am Ende das Leben. Auf Colliers Befehl hin verschanzt sich die Einheit in ihrem Panzer und versucht in einer ausweglosen Lage noch möglichst viele Mitglieder der sich nähernden Waffen-SS zu töten. Als ihnen die Munition ausgeht, werden alle, bis auf Norman, der Reihe nach ins Jenseits befördert. Wenngleich diese dramatische Handlung zum Start ins neue Jahr reichlich schwere Kost mit sich bringt, ist es doch eine herausragende Regiearbeit, die den Gang ins Kino verdient.

 


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