Haruki Murakami: „1Q84“ – Die japanische Antwort auf George Orwell

Eine Auftragskillerin, die nach einem Mord in einer Parallelwelt gefangen scheint, und ein Hobby-Schriftsteller, der einen brillianten Roman einer eigentlich dyslektischen 17-jährigen überarbeiten soll – Das sind die beiden wichtigsten Hauptpersonen in Haruki Murakamis neuestem Bestseller „1Q84“, der am 5. Oktober 2010 erscheint. Fans japanischer Science-Fiction-Literatur können bereits ab dem 1. September Probe lesen, denn jeden Tag wird eine weitere Seite des Romans bei buecher.de kostenlos freigeschaltet.

Der ungewöhnliche Name des Buches ist durch Murakamis Vorliebe für Wortspiele zu erklären, denn der englische Buchstabe Q wird wie das japanische Wort für 9 („kiyuu“) ausgesprochen. Dies ist ein Hinweis auf George Orwells dystopischen Zukunftsroman „1984“, bei dem ein allmächtiger Überwachungsstaat jegliche Privatsphäre seiner Bürger unterdrückt. 1Q84 stellt dabei immer wieder Bezug zu Orwells Werk her und versteht sich selbst als Alternative zur Novelle um „Big Brother“. Dabei sind besonders die außergewöhnlichen Persönlichkeiten der insgesamt 4 Hauptpersonen Aomame, Tengo, Komatsu und Fukaeri sowie ihre individuellen und trotzdem miteinander verbundenen Vergangenheiten Grund, dass die dystopische Welt von 1Q84 zu einer sehr komplexen und surrealen Erzählung wird.

Viele Symbole wie etwa den Wechsel in eine Parallelwelt oder die Bedrohung durch die „Little People“, die aus dem Maul eines toten Schafes kommen, verwendete Murakami bereits in seinen früheren Werken und bündelt sie nun schließlich in dieser 3teiligen Erzählung um Mord, Geschichte, Religion, Gewalt, Familienbande und Liebe. 1Q84 führt den Leser bis in die tiefsten Tiefen des Kaninchenbaus und ist somit ein absolutes Muss für jeden Japan- und Science-Fiction-Fan als auch für Freunde surrealer Dramen.


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