Gurrumul – Musik aus einer anderen Welt

 GurrumulVersuchen sie folgenden Namen dreimal hintereinander fehlerfrei auszusprechen: Geoffrey Gurrumul Yunupingu
Und geschafft? Bravo, dafür gibt es jetzt noch ein paar Hintergrundinfos zu dem Mann mit dem schwer aussprechbaren Namen. Gurrumul heißt Salzwasser-Krokodil. Er selbst ist Stammesangehöriger der Yolgnu, die mit anderen Stämmen die Aborigines bilden.

Wer jetzt Musik mit Didgeridoos oder Hartholzstöcken erwartet, wird wohl enttäuscht. Denn stattdessen singt Gurrumul zu einer Art australischer Folk-Musik, die so eindringlich und bewegend ist, dass man sich ihr kaum entreißen kann. Zyniker würden es australischen Country nennen, was wohl nicht ganz verkehrt ist, aber ein falsches Bild liefert.

Gurrumul selbst ist so etwas wie der Antagonist der Musikindustrie. Er selbst gibt keine Interviews, steht wie zur Salzsäule erstarrt auf der Bühne und konzentriert sich nur auf eins – seine Musik. Er singt in einer Sprache, die wohl nur die wenigsten Menschen verstehen und erhält trotzdem, oder gerade deswegen Zuspruch aus der ganzen Welt.

Sein Album Gurrumul erhielt allein in Australien Doppelplatin mit gut 140.000 verkauften Platten und auch anderswo scheint er auf starke Resonanz zu stoßen. Auch Elton John, Sting und Björk gehören zu seinen Fans, um eine Musik die nicht schnulzig, oder esoterisch wirkt, aber eine unvergleichliche Note beherbergt. Fernab von Stammeskämpfen oder dem politischen Konflikt zwischen Aborigines und der australischen Regierung.


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