Gullivers Reisen – Wenn ein Großer lernt, was Größe ist

Der Ire Jonathan Swift war ein wirklich begnadeter Satiriker und auch wenn er den meisten Leuten wohl gar nicht bekannt sein dürfte, kennen sicherlich viele von Ihnen die Reise des Herrn Gulliver ins atemberaubende Reich der Liliputaner. Eines der womöglich größten Abenteuer der Literaturgeschichte konnten wir schon in ein paar Versionen im Fernsehen begutachten, am 10. Februar dürfen wir den „Riesen“ nun auch auf der Kinoleinwand bewundern, Regisseur Rob Letterman sei Dank. Mit seine Finger im Spiel hat auch die Hollywoodgröße Jack Black, welche nicht nur in die Rolle des Gulliver steigt, sondern auch als Produzent gelistet wird.

In der Tat haben die Verantwortlichen hier eine Spitzenwahl getätigt, denn für Gulliver hätte es wohl keine bessere Besetzung geben können als den witzigen Kalifornier, den wir auch schon in den lustigen Streifen „School of Rock“ oder „Year One“ auf der Leinwand sahen. „Gullivers Reisen“ ist ein wenig anspruchsvoller, lässt aber zu jeder Zeit auch mal ein Grinsen entstehen. Die Geschichte beginnt in einem recht erfolgreichen Reiseverlag, in dem der wenig erfolgreiche Gulliver eine unbedeutende Stelle ausfüllt. Mit ein wenig List ergaunert er sich ein Ticket ins Bermudadreieck, um dort einen Reisebericht zu verfassen. Auf komplizierte Art und Weise landet Gulliver aber nicht am gewünschten Ziel, sondern auf der kleinen Insel Liliput, deren Bewohner den fremden Riesen zunächst gar nicht freundlich empfangen. Gulliver überzeugt sie von seinem Lebensstil und wird zum gefeierten Helden. Da in dem Film aber eine gewisse Tiefe steckt, ist es Gulliver, der am Ende von den Kleinen lernt und nicht andersherum. Was bleibt, ist ein weiteres Kinohighlight mit Jack Black, bei dem es um einen Riesen mit viel Herz geht, denn auch in „King Kong“ spielte das Grimassenwunder mit, die Rollen waren nur ein wenig anders verteilt.


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