Godzilla – Unser Filmtipp

GodzillaExakt sechzig Jahre mussten vergehen, um einem der größten Helden das filmische Denkmal zu setzen, das er verdient hat. Dass der Hauptakteur wohl nicht so ganz dem gesellschaftlichen Schönheitsideal entspricht, wird da eigentlich zur Nebensache. „Godzilla“ besticht definitiv eher mit inneren Werten als seiner äußeren Erscheinung. Wenngleich Roland Emmerich sich bei seiner Inszenierung Ende des abgelaufenen Jahrtausends ordentlich Mühe gab und glanzvolle Filmmomente zu  einem sehenswerten Blockbuster zusammenfügte, wird die japanische Riesenechse erst mit der ab Donnerstag in den Kinos zu sehenden Version von Gareth Edwards so richtig von Hollywood in Szene gesetzt.

Godzilla – Eine Urgewalt als Retter der Menschheit

Im japanischen Original von „Godzilla“ (1954) fanden die Erinnerungen an die Jahre zuvor verübten atomaren Anschläge ihre Verwendung. Da dies selbst bei Edwards Werk in gewisser Weise verarbeitet wird, schließt sich sechs Dekaden später ein gigantischer Kreis. Wohl auch mit Bezug zum Unglück in Fukushima integriert der Regisseur in seinen „Godzilla“ die Bedrohung, der wir uns durch die Nutzung von Kernenergie aussetzen. 1999 kam es im fiktiven japanischen Janjira zu einem besorgniserregenden Zwischenfall. Der Amerikaner Joe Brody (Bryan Cranston) glaubt 15 Jahre später noch immer nicht an ein Erdbeben als Auslöser. Um den starrsinnigen Vater aus Japan zurückzuholen, reist US-Soldat Ford (Aaron Taylor-Johnsson) nach Japan. Vor Ort werden die Beiden Zeuge eines sonderbaren Experiments mit urzeitlichen Flugmonstern. Der Verantwortliche Ichiro Serizawa (Ken Watanabe) verliert die Kontrolle und setzt die Welt so einer weiteren großen Bedrohung aus. Nur ein anderer Urzeit-Riese scheint die so genannten Mutos auf ihrem Weg der Zerstörung aufhalten zu können – Sein Name ist Godzilla.

Mythos Godzilla

Dass „Godzilla“ ein monumentales Kinoerlerbnis werden soll, spiegelt sich bereits in den hohen Produktionskosten von über 200 Millionen US-Dollar wider. Auch die Größe des Protagonisten setzt nach Angaben des Empire-Magazin alles bisher Dagewesene in den Schatten. Verstecken muss sich das Resultat in jedem Fall nicht. Der Zuschauer bekommt ein ordentliches Actionspektakel geboten, das den Mythos des japanischen Retters in übergroßer Ausprägung mit einer breiten Palette an hochwertigen Kampfszenen in technisch brillanter Ausführung vorlegt. Anders als bei den Vorgängern werden sich die Kinobesucher spätestens beim gigantischen Gefecht der rivalisierenden Monster inmitten von San Francisco mit „Godzilla“ identifizieren können. Dass dieser nach getaner Arbeit schlussendlich wieder in den Weiten des Meeres verschwindet, erhält seinen Status als bescheidender Retter der Menschheit aufrecht und gibt ihm so sein ursprüngliches Charakteristikum zurück.


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