Glennkill – ein Schafskrimi

Krimifans aufgepasst. Wer denkt, es gibt nichts Neues mehr im Krimigenre, sollte sich eventuell mal Glennkill genauer anschauen. Der Roman von Leonie Swann ist ein liebevoll umgesetztes Buch, in dem Schafe die Hauptrolle spielen. Wer nun denkt, träge Schafe und Krimis passen nicht zusammen, sollte dem Ganzen eine Chance geben.

Der Schäfer, zuvor noch quicklebendig, ist auf einmal tot, mit einem Spaten erschlagen. Die erste Frage: Wer ist der Täter? Auch die Schafe, denen täglich eine halbe Stunde vom Schäfer Krimis vorgelesen wurden, rätseln. Doch Schafe sind keine Menschen und da verwundert es nicht, wenn sie einige unserer menschlichen Eigenheiten nicht so ganz nachvollziehen können und so zu teilweise merkwürdigen Schlüssen kommen. Nichtsdestotrotz geben Maud, Miss Maple und der Widder Sir Richfield nicht auf und versuchen auf ihre eigene Art, den Täter zu überführen.

Glennkill hat seinen ganz eigenen Humor, Schafshumor eben. Wer hier eine Identifikationsfigur sucht, wird wohl keine finden, es sei denn, Sie können sich ganz besonders gut in den Kopf eines Schafes hineinversetzen. Und auch die übliche Krimispannung und blutrünstige Szenen werden Sie hier vergeblich suchen. Dennoch ist die Sicht eines Schafes sehr unterhaltend und für den Leser eine Abwechslung zum sonstigen Genreallerlei.


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  1. Moritz

    Das ist ein echt tolles Buch, habe es mir für den Urlaub gekauft und kann es nur empfehlen. Wenn man den Titel und die Beschreibung liest, könnte man es auch wieder ins Regal stellen. Wer es aber angefangen hat zu lesen, hört so schnell nicht wieder auf.

    17.09.2010
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