Gametipp: The Amazing Spider-Man

PS 3Mit Erscheinen des Kinofilms „The Amazing Spider-Man“ schicken die Macher aus dem Hause „Beenox“ das gleichnamige Game hinterher. Dieses unternimmt gleichermaßen einen Neustart der Geschichte, erzählt aber eine eigene. Die Entwickler hatten sich nichts Anderes vorgenommen, als das beste Game der Reihe zu kreieren. Nach der Mittelmäßigkeit der letzten Version sollte das aber auch kein schwieriges Unterfangen gewesen sein.

Pädagogik trifft Web Rush Gameplay Mechanik

Nachdem die letzte Version des Spider-Mans (Edge of Time) gnadenlos gegen eine New Yorker Hochhauswand geknallt war, entschieden sich die Erfinder an dieser Stelle, auf Altbewährtes zurückzugreifen. Im Zuge der Globalisierung stehen nun auch Spidey wieder alle Türen offen, Manhattan in Gänze von Ungerechtigkeiten zu säubern. Besondere Specials dieses Games bestehen außerdem in den neuen alten Erzfeinden unseres Lieblingssuperhelden und zudem den Marvel-Gott Stan Lee persönlich auf Verbrecherjagd schicken zu können – erzieherische Sprüche à la „Kids, don´t try this at home!“ und Senioren-Salti-Einlagen inklusive. Die neue „Web Rush-Gameplay-Mechanik“ soll die spinnenartigen Kunststücke von Dach zu Dach geschmeidiger wirken lassen als jemals zuvor. Dabei leuchten in der Nähe liegende Hochhäuser signalartig auf und demonstrieren so, als bester Ausgangspunkt für die nächste Aktion gewertet werden zu können. Diese sind auch als Kette kombinierbar und erlauben so große Distanzen in kurzer Zeit. Gleichzeitig nutzt dieses neue Tool auch im Nahkampf und verrät bewaffnete Feinde vorab. Die Demo-Version des Spiels enttäuschte hier aber ein wenig. An die wahrscheinliche Vorlage des früheren Batman-Games kommt dieser Detektiv-Modus leider nicht heran. Doch bis zur tatsächlichen Veröffentlichung hätte man es schaffen können, diese Kritikpunkte auszumerzen.

Sauber bleiben!

Positiv ist zu bewerten, dass die Ansicht aufgeräumter wirkt. Man verzichtete komplett auf Gesundheits- und Energieanzeigen, die der Gamer ab sofort einfach am Zustand des Anzuges ablesen kann. Dieser variiert in Beschädigung und Verschmutzung. Weiterhin darf man bemerken, dass die Grafik als solches durchaus gelungen ist und die Kampfaktionen durch Spideys Netzangriffe kreativ in Szene gesetzt wurden. Auch Stan Lee verfügt über alle Fähigkeiten, die The Amazing Spider-Man ausmachen, wenngleich sein Auftritt – ob gewollt oder ungewollt – zum Schmunzeln einlädt. Neben seinen Kurzauftritten in Kinofilmen hat er sich hier einmal mehr ein Denkmal gesetzt. Mit großer Wahrscheinlichkeit haben die Entwickler ihr Wort gehalten und viele Kritikpunkte des früheren Flops behoben. Ganz ausgeschöpft haben sie ihre Möglichkeiten aber noch lange nicht. Doch es gibt sicher bald eine Fortsetzung des Kinofilms…

 


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