Gametipp: Sleeping Dogs

Sleeping DogsMittlerweile muss man anerkennen, dass die Spielreihe GTA zu einem absoluten Gameklassiker gereift ist. Die turbulenten Storys von schlagwütigen Ganoven und charakteristischen Hauptakteuren ziehen seit Jahren unzählige Daddler in den Bann. Aus dem Haus United Front kommt nun eine Art Pendant vom asiatischen Kontinent herübergeschneit. „Sleeping Dogs“ tauft sich das gute Stück, welches ursprünglich mal als „True Crime: Hongkong“ angedacht war. Warum man den Namen letztlich geändert hat, bleibt das Geheimnis der Entwickler. Klar ist, dass auch die erste Variante bestens gepasst hätte, wird man doch mitten in die Kriminalität der Millionenstadt hineingeworfen. Dort muss sich der Gamer mithilfe von Kung-Fu und späterem Waffengebrauch als Undercover-Polizist beweisen.

Kampf zwischen den Fronten

Eigentlich ist jedes Spiel, das einen Vergleich mit der GTA-Reihe aufnehmen möchte, schon vorab zum Scheitern verdammt. „Sleeping Dogs“ aber schafft es auf ganzer Linie zu überzeugen und so zumindest eine Alternative zu bieten. Vielleicht liegt das an dem sonderbaren Konzept. In der Rolle von Wei Shen muss man sich immer weiter beweisen, um größere Aufträge, sowohl für die Polizei als auch die Triaden, ausführen zu dürfen. Ohne wirklich große Unterstützung seitens des Gesetzes wird man direkt ins Geschehen geworfen und darf sich schlagfertig mit beiden Seiten messen. Je nachdem, wie man agiert und mit wie großem Erfolg man die einzelnen Situationen meistert, steigt man auf höhere Level.

Alles ein wenig anders

Dass dies zunächst mit reiner Körperkraft geschehen muss, ist eine Eigenart des Games. Zumindest sind die unterschiedlichen Angriffs- und Abwehraktionen aber leicht zu handhaben. So können selbst Anfänger binnen kürzester Zeit beachtliche Kombos im Kampf ausführen. Ebenfalls sonderbar wirkt der Linksverkehr. Zwar kommt man erst nach einer guten Dreiviertelstunde in Kontakt mit einem fahrbaren Untersatz, Zeit sich daran zu gewöhnen, bleibt aber wenig. Ganz schön anzusehen ist die Spielwelt selbst. Hier haben die Grafiker wirklich ganze Arbeit geleistet. Von einzelnen Sehenswürdigkeiten bis hin zu den farbenfrohen Leuchtreklamen erhält man eine sehr detaillierte Sicht von Hongkong. Dunkle Gassen, in denen man sich beweisen muss, gehören da natürlich auch dazu. Alles in allem kommen vor allem Fans von asiatischen Actionfilmen auf ihre Kosten. Alle anderen, die bereit sind mal etwas Neues auszuprobieren, werden ebenfalls überzeugt. Der anhaltende Spielspaß und der dadurch hohe Unterhaltungswert lassen sich nicht so einfach wegreden.


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