Gametipp: Resistance: Burning Skies

Die Playstation Vita konnte mit ihrem Erscheinen kurzzeitig großes Aufsehen erregen. Bevor diese Aufmerksamkeit gänzlich verfliegt, legen die Entwickler jetzt endlich einen neuen Game-Knüller hinterher, dessen Ambitionen nicht weniger groß sind, als das Spielempfinden der größeren Konsolengeschwister nachzuempfinden. Eine große Mission, die der Feuerwehrmann Tom Riley bewältigen soll – neben der noch ausstehenden Alieninversion, die es ebenfalls zu eliminieren gilt.

Ein heldenhafter Feuerwehrmann

Die wahnwitzige Geschichte des Games ist ruckzuck erzählt: Tom Riley, fürsorglicher Vater und treuer Ehemann, befindet sich mit seinen Kollegen in einem Einsatz. In einer brennenden Lagerhalle werden sie Opfer eines Alienübergriffs, bei dem einige Männer ihr Leben verlieren. Riley schlägt sich wacker eine Schleuse durch seine übermächtigen Gegner und macht es sich dann zur Aufgabe, auch den Rest der Meute niederzustrecken. Als opferbereiter und ehrenvoller amerikanischer Bürger entlässt er seine Familie in ein sicheres Versteck, um sich selbst, anderen Widerstandskämpfern anzuschließen.

Ein Freudenfest für alle Wohnzimmer-Rambos

Als Teil einer bisher erfolgreichen Serie kommt man um einen Direktvergleich nicht herum. Die besondere Atmosphäre des Games ist auch in der Miniaturumsetzung geglückt. Die technische Umsetzung erfolgte durch Nihlistic Software, die in der begrenzten Steuerungsmöglichkeit einfach auf den Touchscreen ausgewichen sind. Leider gestaltet sich so manche Befehlseingabe mehr als umständlich und stoppt damit das Spiel. Noch immer stellt die große Auswahl an Schusswaffen ein Freudenfest für alle Wohnzimmer-Rambos dar, die nicht so schnell an Reiz verlieren wird. Die visuelle Umsetzung ist im Allgemeinen in Ordnung, wenn auch hier und da ausbaufähig. Schade ist, dass Mister Riley leider nicht all zu widerstandsfähig ist und sich bereits nach wenigen Treffern verabschiedet. Das kann in der letzten heißen Spielphase zu unüberwindbarem Frust führen, der im schlimmsten Fall zur Resignation führt. Dabei gestaltet sich der Endkampf in der Tat beeindruckend, wenn man nicht die Motivation verliert.

Fehlermeldungen, Abstürze und Verbindungsabbrüche

Ein klares Nein wird dem Multiplayer-Modus erteilt, da dieser offensichtlich vor den technischen Anforderungen kapituliert. Fehlermeldungen, Abstürze und Verbindungsabbrüche sind die Folge, die ein jedes Spielevergnügen zur Hassmotivation gedeihen lassen. Das hätten sich die Erfinder im besten Falle komplett gespart, denn einen Gefallen haben sie sich damit nicht erwiesen. Insgesamt kann sich „Resistance: Burning Skies“, aber durchaus sehen lassen, wenn man die minimalisierte Technik und ihre Anfälligkeit entschuldigt.

 

 

 


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