Game-Tipp: Diablo III

Hersteller BlizzardFast zehn Jahre nach der Veröffentlichung der letzten Version folgen die Hersteller des Hauses „Blizzard“ ihren unzähligen Ankündigungen bzw. Alternativterminen und werfen den heiß erwarteten dritte Teil ihres Erfolgs-Games „Diablo III“ auf den Markt. Eine Dekade ist eine Menge Zeit für allerhand Optimierungen und Kritikanalysen, die die Game-Entwickeler offensichtlich auch zu nutzen wussten.

Was ist neu?

Wir feiern ein Wiedersehen mit Barbaren, Hexendoktoren,  Mönchen, Zauberer und Dämonenjäger, deren Dialoge nun doch nicht in Echtzeit-Cinematic-Videos verwirklicht wurden. Die Verarbeitung hätte angesichts der großen Auswahl an Charakteren jeden sinnvollen Rahmen gesprengt. So behalf man sich, etwas altbacken, aber trotzdem funktionierend, mit etwas urigen Textfenstern. Neu und sinnvoll gestaltet sich das Abspeichern des Charakters. Auch nach Jahren kann man auf sein Lieblings-Alter Ego zurückgreifen. Die aus Diablo II bekannte Inventarliste wurde für dieses Frühjahr ausgiebig geputzt. Hier besteht eine neue und bessere Ordnung. Außerdem entfallen die bei so vielen verhassten „Town-Portale“ und nach dem Tod einer Figur, verliert diese nun auch nicht mehr ihre gesamte Ausrüstung, sondern lediglich einige Haltbarkeitspunkte, sodass im Zweifelsfall Reparaturkosten auf den solventen Gamer zukommen. Das Suchen der eigenen Leiche entfällt komplett! Neben Heiltränken und Zaubersprüchen kann man jetzt  auf Regenarationskugeln zurückgreifen, die bei der Tötung eines Gegners freigesetzt werden. Der Multiplayer-Modus ist mittlerweile natürlich unverzichtbar für ein abwechslungsreiches Spieleerlebnis. Hier hat man aber die Anzahl von acht auf vier begrenzt. Gut ist, dass die neu gesammelten Items jedem Spieler direkt zugeordnet werden und die Schlacht mit den anderen Mitspielern entfällt. Dank des innovativen Global-Plays ist der Spielespaß mit einer weltweiten Vernetzung möglich.

Kritische Stimmen

Diskussionsbedarf entstand bezüglich des optional nutzbaren Auktionshaus, in dem man Items einerseits mit fiktiver Spielewährung, aber Szeneandererseits auch mit echtem Geld käuflich erwerben kann. Dies bietet natürlich Potenzial für Betrug und Diebstahl. Blizzard versichert allerdings, dass sich der Handel und die Überweisungsmodalitäten komplett risikofrei verwirklichen lassen. Auch die Verfälschung der Preise durch „Goldfarmer“ soll sich über die Geschäftigkeit der High-Level-User reglementieren. Weiterhin bleibt streitbar, ob es sinnvoll war, das Spiel nur als Online-Game verwirklicht zu haben. Mittlerweile hat zwar beinahe jeder einen Internet-Zugang, aber ob der Server diesem permanenten Druck standhält, bleibt noch abzuwarten. Wer den düsteren Gothic-Look der früheren Versionen mochte, wird an dieser Stelle ebenfalls etwas enttäuscht sein, da die Grafik insgesamt doch recht bunt geworden ist und im Ansatz an einen Marvel-Comic erinnert. Wie das von den unzähligen Fans aufgenommen wird, wird die Zeit zeigen.

Insgesamt kann man aber zusammenfassen, dass sich das Warten gelohnt hat und dass Diablo III im Vergleich zu anderen aktuellen Veröffentlichungen keinesfalls hinterherhinkt.  Einen umfassenderen Überblick zu allen Innovationen findet ihr in der Produktbeschreibung von Diablo III in unserem Online-Shop. Es darf wieder gespielt werden, bis sich die Hornhaut von den Fingerkuppen löst. Wir wünschen viel Spaß dabei!


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