Gaby Köster – Ein Schnupfen hätte auch gereicht

Gaby Köster gehört zu den bekanntesten Comedy-Gesichtern, die Deutschland zu bieten hat. Vor allem ihre Präsenz bei der Show „7 Tage – 7 Köpfe“ machte sie deutschlandweit berühmt. Doch dann passierte, womit wohl niemand rechnet: Sie erleidet einen Schlaganfall und muss drei lange Jahre zwangspausieren. Viel Zeit um nachzudenken und offensichtlich genug Zeit um ein Buch zu schreiben: Ein Schnupfen hätte auch gereicht ist ein Rück- und Ausblick auf das Leben der Gaby Köster.

Wer weiß, wie Gaby Köster tickt, wird hier keine weichgespülten Worte erwarten. Es ist direkt und es ist laut, eben ganz Gaby. Doch wer genau hinschaut, merkt, dass hier eine andere Person gereift ist. Eine Person, die nicht ihre Spitzigkeit, aber ihren Blick auf das Leben geändert hat. Glück, was immer das genau sein mag, wird anders definiert. Millionen von Euro auf dem Konto sind schön und sicherlich beruhigend, aber eben nicht alles. Auch wenn dieses Buch sie sicherlich etwas ruhiger schlafen lässt.

Sie räumt mit Vorurteilen auf und sagt mal wieder ihre Meinung und das nicht zu leise. Das Buch berührt und regt zum Nachdenken an, aber natürlich ist es auch lustig und unterhält. Eine gute Mischung, die Mut macht. Es ist die bewegende Geschichte einer starken Frau, die trotz ihres schweren Schicksals nicht aufgibt und ihre zweite Chance im Leben nutzt.

In Zeiten der postulierten Verrohung der Gesellschaft ist es doch einmal mehr erstaunlich, dass solche Bücher oder eben die Schoßgebete dieser Welt so viele Menschen anlocken. Vielleicht sind wir ja doch noch nicht dem emotionalen Untergang geweiht…


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