Fußball-EM 2012: Erste Feuerprobe für die Deutschen Jungs

Anpfiff für die Europameisterschaft 2012! Zum dritten Mal in der Geschichte richten zwei Länder den Fußballwettbewerb aus. Polen und die Ukraine haben sich wirklich alle Mühe gegeben, den allgemeinen Protest bezüglich weniger prestigeträchtiger Tatsachen zum Wohle einer schönen Meisterschaft unter den Teppich zu kehren. Seit Freitag verstummen die Stimmen, die wegen der Straßenhundepolitik und der Vertreibung von Studenten aus ihren Wohnheimen Kritik geäußert hatten. Die Vorrunden laufen an und mit ihnen geht auch Deutschland ins Rennen. Schon hier kriegen wir es beispielsweise mit den Niederlanden zu tun. Der alte Kampf entfacht auf´ s Neue.

Deutschland gegen Portugal

Doch bevor wir auf die Niederlande treffen, mussten wir zuerst unsere Feuerprobe gegen Portugal bestehen. Was war das nur für ein Spiel? Bereits in der Vergangenheit sorgte Portugal sechs Mal für die unfairsten Spiele bei einer Europameisterschaft. Da weiß man durchaus, worauf man sich einlässt. Trotzdem oder vielleicht auch gerade deswegen besetzte unser Nationalteamtrainer Jogi Löw nur Mario Gomez im Sturm und nicht das Geburtstagskind des Tages Klose. Die portugiesische Mannschaft ging mit der schlechtesten Performance seit 20 Jahren auf das Spielfeld. Bis zur Halbzeit gab es zwar Chancen für die Deutsche Mannschaft, die einen selbstbewussteren Eindruck machte, jedoch blieben diese ungenutzt. Der plötzliche Wechsel von Offensiv- zu Deffensivspiel blieb aus. Doch in der 72. Minute bewahrheitete sich die Taktik Löws: Gomez verwandelt zum 1:0 für Deutschland. Parallel macht sich Klose für den Wechsel fertig. Ein ultimatives Geschenk konnte er sich nicht machen, aber der Manschaftserfolg ist sicher Feier genug. Deutschland hält das Ergebnis bis zur letzten Minuten und in Deutschland fliegen Raketen gen Himmel.

Proteste gibt es weiterhin

In diesem Jahr ist es sehr auffällig, dass alle internationalen Veranstaltungen (siehe auch ESC) mit Protesten aller Art einhergehen. Polen und die Ukraine waren sich offensichtlich nicht darüber im Klaren, dass sie im unmittelbaren Fokus des europäischen und auch beinahe weltweiten Interesses stehen würden. Die öffentliche Verbrennung von mehr als 150.000 Straßenhunden in Kesseln am Bürgersteig ist dabei alles andere als gutes Marketing. Auch Menschenrechtler haben sich zu Wort gemeldet im Zusammenhang mit der Vertreibung von Studenten aus ihren Wohnheimen zum Wohle anreisender Sportgäste. Ein Ende der Proteste ist nicht in Sicht. In Deutschland laufen Kampagnen zum Boykott dieser Europameisterschaften. Die Bundeskanzlerin wurde aufgefordert, die diesjährigen Spiele nicht mit ihrer Anwesenheit zu beehren. Im Spiel gegen Portugal war sie jedenfalls nicht vertreten. Wer tatsächlich Stellung bezieht, wird sich langfristig in den kommenden Wochen zeigen.

Gelb-rote Karte

Wir wollen die Europameisterschaften sportlich sehen, wenngleich auch wir ein Herz für Hunde haben und das Schicksal der Studenten keinesfalls ausblenden. Wir verweigern uns nicht der politischen Diskussion und wollen an dieser Stelle die Tragik der Umstände benennen, bevor wir uns dann ausschließlich den Spielen und Ergebnissen widmen werden.

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