Fußball-Weltmeisterschaft 2014 und ihre Gruppen

Fußball-WM 2014Selten wurden im Vorlauf einer WM-Gruppen-Auslosung die Lostopfauswahlkriterien derart heftig kritisiert. Da sorgte es schon für Aufsehen, dass international bis dato eher weniger erfolgreiche Teams wie die Schweiz, Belgien oder Kolumbien als Gruppenköpfe für die Fußball-Weltmeisterschaft 2014 festgelegt wurden. Immerhin wies man ihnen damit ein Attribut zu, dass weder auf den WM-Finalisten 2010, die Niederlanden, noch den Champion von 2006, Italien, oder das Mutterland des Fußballs, England, zutraf. So hätte unsere deutsche Nationalmannschaft gleich zu Beginn auf einen dieser absoluten Hochkaräter treffen können. Eine Gruppe mit Afrikameister Nigeria und Jürgen Klinsmanns USA wäre dann wohl die absolute Todesgruppe gewesen. Gekommen ist es am letzten Freitag zum Glück etwas besser, von wirklichem Losglück kann man aber nicht sprechen.

Fußball-Weltmeisterschaft 2014 – Unsere Gegner: Portugal, Ghana und die USA

Immerhin treffen wir in unserer Gruppe G auf Portugal (16.06. 18 Uhr in Salvador), ein Team, das in den letzten Turnieren immer recht weit kam und mit Cristiano Ronaldo einen der besten Spieler besitzt, die es momentan auf dem Fußballmarkt gibt. Zuletzt kamen wir mit dieser Mannschaft immer recht gut klar. Kantersiege wie man sie in der vergangenen WM-Historie zu sehen bekam, werden 2014 aber wohl ausbleiben. Das hängt auch damit zusammen, dass Philipp Lahm und Co. mit Ghana (21.06. 21 Uhr Fortaleza) eines der spielstärksten afrikanischen Teams erwischt hat, die es hätte geben können. Die Jungs werden es noch bestens in Erinnerung haben, wie man sich 2010 zu einem 1-0 mühte. Außerdem kickt mit Kevin-Prince Boateng auch ein alter Bekannter bei den Black Stars. Gut, dass Bruder Jerome ihn besser kennen dürfte als jeder seiner ghanaischen Mitspieler. Bliebe noch die USA (26.06. 18 Uhr Recife), die uns bei der jüngsten Amerikareise deutlich die Grenzen aufzeigte und aus denen Jürgen Klinsmann ein durchaus erfolgreiches Team gebastelt hat. Gesamtgesehen hat es diese Gruppe in sich, weil wir auf drei vollkommen verschiedene Teams treffen. Wer die Fußball-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien aber gewinnen will, muss sich auch in dieser Gruppe durchsetzen.

Fußball-Weltmeisterschaft 2014 – WM-Finalisten im Auftakt gegeneinander

Während es Gastgeber Brasilien in Gruppe A mit Kroatien, Mexiko und Kamerun recht leicht getroffen hat, wartet in Gruppe B mit der Partie Spanien gegen die Niederlanden gleich zu Beginn die Neuauflage des vergangenen Endspiels. Hinzu kommen das hocheingeschätzte Chile und Australien, die in dieser Hammergruppe chancenlos sein dürften. Das Tableau in Gruppe C ist auf den ersten Blick sehr ausgeglichen. Wer bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 dort in die KO-Runde einzieht, ist bei den Varianten Kolumbien, Griechenland, Elfenbeinküste und Japan vollkommen offen. In Gruppe D dürften sich Italien und England duellieren. Uruguay und Costa Rica komplettieren den Spielplan. Den Franzosen, denen man eine Hammergruppe heraufbeschwören wollte, winken in Gruppe E mit Gruppenkopf Schweiz, Honduras und Ecuador verhältnismäßig leichte Aufgaben für den Einzug ins Achtelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft 2014. Bliebe noch die Gruppe F mit Favorit Argentinien, Afrikameister Nigeria, Neuling Bosnien-Herzegowina und dem Iran. Ganz so multikulturell ist Gruppe H, aus der unser potenzieller Achtelfinalgegner stammt, zwar nicht. Belgien, Russland, Südkorea und Algerien werden aber auch ihren Teil dazu beitragen, dass die Fußball-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien ein Highlight in unseren Kalendern darstellen wird.


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