Filmtipp: World War Z

world-war-zKinofilme, in denen Zombies für Unruhe sorgen, gab es in den letzten Jahrzehnten einige. Man denke einmal an Romeros Klassiker „Night of the Living Dead“ Ende der 1960er oder aber „Dawn oft he Dead“, das zehn Jahre später die Leinwand eroberte. „28 Days Later“ wäre noch ein gutes Beispiel oder aber die nicht ganz ernst gemeinte Komödie „Shaun of the Dead“. Untote durch die Straßen zu schicken scheint durchaus etwas, mit dem man einen Film füllen kann. Nicht zuletzt erwies „The Walking Dead“, dass das sogar im Serienformat möglich ist. Mit „World War Z“ erscheint am Donnerstag ein Film in den Kinos, der an die Tradition der bisher Benannten anschließt und doch eine ganz eigene Problematik verhandelt.

Brad Pitt als Hauptakteur

Bei der 2006 veröffentlichten Vorlage „World War Z: An Oral History Of The Zombie War“ von Max Brooks streift ein Journalist durch die Welt, um eine weltweit ausbrechende Zombie-Pandemie zu dokumentieren. Regisseur Marc Foster („Ein Quantum Trost“) hat sich daran zwar orientiert, in der Kinoadaption aber dreht sich die Geschichte um den ehemaligen Ermittler Gerry Lane, der von Brad Pitt („Inglourious Basterds“) gemimt wird. Dieser will seine Familie in Sicherheit bringen und ihnen ein ähnliches Schicksal als den bereits 3 Milliarden Infizierten ersparen. Hilfe findet er bei seinem ehemaligen Chef Thierry Umutoni (Fana Mokoena). Als Gegenleistung bittet dieser ihn, sich der Gefahr zu stellen und nach den Ursachen für die Krankheit zu forschen. Lane erlebt eine Harakiri-Auseinandersetzung nach der anderen, wobei insbesondere das Handwerk von Kameramann Ben Seresin und Effektkünstler Scott Farrar für jede Menge Action sorgen.

Eine teure Produktion, deren Resultat überzeugt

Was man dem Film auf der Leinwand kaum ansieht, ist die äußerst problematische Entstehungsgeschichte. Mehrfach wurden Passagen aus dem Drehbuch entfernt, etliche Fassungen wurden geschrieben. Dadurch, dass unter anderem das bereits gedrehte Ende komplett herausgestrichen wurde, summierte sich das investierte Budget auf knapp eine Viertelmilliarde Dollar. Erst, als Drew Goddard („The Cabin in the Woods“) das Zepter übernahm, avancierte „World War Z“ zu jener tiefgründigen Geschichte, die man eigentlich im Sinn hatte. Natürlich geht es um Zombies. Hinter ihnen aber verbirgt sich die Frage, wie wir damit umgehen würden, wenn die Weltbevölkerung sich langsam aber sicher selbst dahinrafft. Brandaktuell und gar nicht einmal so blutreich, wie man es erwartet hätte, besticht der Film auch in den Nebenrollen. Mireille Enos als Lanes Frau Karen ist klasse, Daniella Kertesz als Segen eine wahre Entdeckung. Fazit: Mehr als sehenswert.

 


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