Filmtipp: Wolverine – Weg des Kriegers

Wolverine - Weg des KriegersSuperhelden finden wir genau genommen ja alle gut. Manch einer bevorzugt da diejenigen, die zumindest ansatzweise noch etwas Menschliches ausstrahlen. Andere wiederum sind Fans der neuesten technischen Errungenschaften, die uns häufig zuerst in einer Comicreihe präsentiert werden. Einige dieser Reihen bieten gleich ein ganzes Sammelsurium an verschiedenen Charakteren. Passend zum Millennium bekamen Kinozuschauer im Jahr 2000 derartiges in „X-Men“ geboten. Nachfolgende Teile und einzelne Ableger folgten. „Wolverine – Weg des Kriegers“ ist die neueste Auskopplung und wohlgemerkt eine, die sich sehen lassen kann. Mit dabei ist natürlich auch wieder Hugh Jackman, der seiner Superheldenfigur erneut das gewisse Etwas einverleibt.

Zweiter Versuch wirkt mehr gelungen

Bereits 2009 hatten die X-Men-Macher versucht, einem ihrer beliebtesten Mutanten einen eigenen Film zu widmen. „X-Men Origins: Wolverine“ blieb aber ordentlich hinter den Erwartungen zurück, präsentierte letztlich kaum etwas Neues. Als habe man aus den Fehlern gelernt, zeigt sich die Konzeption 2013 unter einem wesentlich heller leuchtenden Stern. Jackman selbst genießt nicht nur als Darsteller von Wolverine, sondern auch als Mitproduzent viel Mitsprachrecht. Die Zusammenarbeit mit Regisseur James Mangold („Durchgeknallt“) erweist sich als Glücksgriff. Gerade die Fokussierung der inneren Befindlichkeit ermöglicht einen neuen Blickwinkel auf die Personalie des Superhelden. Dieser hat sich nach dem Tod von Marvel Girl Jean Grey in die Berge Kanadas verzogen, um dort als Einsiedler dahinzuvegetieren.  Der bevorstehende Tod eines alten Bekannten holt ihn aus dem Nirgendwo zurück in die Welt.

Verwundbar, aber noch gefährlicher

Nachdem Wolverine alias Logan von der schweren Krebserkrankung Yashidas (Hal Yamagouchi) erfährt, reist er nach Tokio.  Der Multimilliardär möchte sich für die frühere Lebensrettung beim Atombombenangriff in Nagasaki bedanken. Dank neuer Forschungserkenntnisse scheint es möglich, Logan vom Mutantendasein zu befreien und ihm endlich das zu schenken, wonach er seit jeher lechzt – Sterblichkeit. Gleichzeitig könnte Yashida damit gerettet werden. Der einzige Gegner bleibt der Krebs, der den möglichen Tausch nicht bis zum Abschluss kommen lässt. Auf der folgenden Beerdigung wollen die Yakuza auch das Ableben seiner hübschen Enkelin Mariko (Tao Okamoto) beschleunigen. Wolverine verhilft ihr zur Flucht und muss folglich erkennen, dass im Land der aufgehenden Sonne so manches anders läuft als er gedacht hat. Dass sich der nun verwundbare Superheld mit ungewohnt langsam verheilenden Wunden auseinandersetzen muss, macht ihn letztlich nur noch stärker. Seinen unbändigen Willen darf der Kinobesucher unter anderem auf dem Dach eines Hochgeschwindigkeitszuges oder beim Fight mit Ninjas in einem kleinen verschneiten Dorf bewundern.


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