Filmtipp: „The Lady – Ein geteiltes Herz“

Der Film „The Lady“ erscheint in den Kinos und gleichzeitig gewinnt die Oppositionspartei um Volkshelden Suu Kyi die Nachwahlen in Burma. Der Regisseur Luc Besson nahm sich dieser Geschichte an und schuf mit „The Lady – Ein geteiltes Herz“ nicht nur einen Politdrama, sondern schildert auch den persönlichen Leidensweg Suu Kyi’s und ihrer Familie. Luc Bessen, der wohl eher für seine Actionfilme wie „Das Fünfte Element“ oder „The Transporter“ bekannt ist, begeistert mit dieser Produktion Kritiker wie Zuschauer gleichermaßen.

Im Mittelpunkt der Handlung von „The Lady – Ein geteiltes Herz“ steht die tragische Geschichte der Menschenrechtlerin Aung San Suu Kyi, die sich für die politische Freiheit ihres Landes gegen die Liebe ihres Lebens entscheidet. Im Alter von zwei Jahren verliert ihr Vater im Kampf, für ein von Großbritannien unabhängiges Land Birma, sein Leben. Ihr Lebensweg führt sie bald danach nach Oxford, wo sie mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern zufrieden lebt, bis sie im Sommer 1988 vom Schlaganfall ihrer Mutter erfährt. Bei der Rückkehr in ihr sozialistisches Heimatland wird sie Augenzeugin der blutigen Unterdrückung eines Revolutionsversuchs, bei dem unzählige demonstrierende Studenten ihr Leben verlieren. Sie tritt nicht die Flucht an, sondern verharrt im Haus ihrer Familie und folgt den Bitten von Besuchern, die ideologische Nachfolge ihres Vaters, einem heimlichen Nationalhelden, anzutreten und sich als Präsidentschaftskandidatin zur Wahl zu stellen. Die militärische Regierung beginnt sie zu terrorisieren und stellt sie schlussendlich unter Hausarrest, der ihr nicht nur den Ausgang verbietet, sondern sogar den Besuch verwehrt. Einzig Telefonate verbinden sie noch mit ihrer Familie. Ihr Leiden gipfelt vorerst in der Entscheidung, ob sie ihren politischen Widerstand aufgibt und dafür ihren an Krebs erkrankten Mann noch ein letztes Mal sehen darf.

Zweifelsohne sieht man hier die Darstellung eines heldenhaften Lebens, das kein Drehbuchautor hätte erdenken können, ohne Gefahr zu laufen, als unrealistisch abgetan zu werden. Diese emotionale Verfilmung baut auf der Feinheit und Ausdruckskraft der unvergleichlichen Michelle Yeoh, die spätestens seit dem Epos „Die Geisha“ als umjubelte Dramendarstellerin gilt. Die Kulisse, die Farben, die Musik – alle Elemente sind stimmig und präsentieren ein Filmerlerlebnis voller Respekt, Tragik, Liebe und Inspiration. Besson gelang eine angemessene, authentische und persönliche Auseinandersetzung mit der Biografie einer Friedensnobelpreisträgerin, deren Heldenhaftigkeit in der Geschichte kaum übertroffen wurde. Ein Film, der nicht nur wegen seiner politischen Aktualität zu empfehlen ist, sondern auch aufgrund der herausragenden Professionalität seines Ensembles.


Ein Kommentar zu “Filmtipp: „The Lady – Ein geteiltes Herz“” Eigenen verfassen
  1. john

    dieser laden ist super

    6.04.2012
Kommentar schreiben

Folge buecher.de bei Twitter