Filmtipp: Susanne Fröhlich – Frisch gepresst

Frisch gepresstSie kehren wieder, diese Diskussionen. Immer dann, wenn ein neuer Kinostreifen die Leinwände erobern möchte und er auf einer literarischen Vorlage basiert, fragen sich alle, was denn nun besser ist – das Buch oder der Film? Bei Tolkiens epochalem Werk „Der Herr der Ringe“ überzeugte die zweite Form der Unterhaltung. Bei den Werken von John Grisham bin ich da eher ein bisschen anderer Ansicht, auch von Jules Verne hätte Hollywood lieber die Finger lassen sollen. Bei deutschen Produktionen ist das immer eine ganz spezielle Sache. Irgendwie nehmen sich beide Varianten hier nur selten etwas. Wer das Buch liebt, tut es auch beim Film, enttäuscht ist man selten. Der heutige Filmtipp „Frisch gepresst“ von Susanne Fröhlich macht dabei keine Ausnahme.

Bloß keine Kinder

Vielleicht liegt das auch daran, dass die Autorin selbst über große Erfahrung im Fernsehen verfügt. 1998, also vor fast 15 Jahren debütierte sie schriftstellerisch mit „Frisch gepresst“ und leitete damit die Reihe um Andrea Schnidt ein. Diese war stets der Meinung, dass selbst die Hexe aus dem Märchen „Hänsel und Gretel“ eine bessere Mutter abgeben würde. Zwar ist sie jung und nicht gerade unattraktiv, ans Gründen einer Familie denkt sie aber nicht wirklich. Ihre Mutter hingegen sieht die Uhr ihrer Tochter bereits heftig ticken. Dass Andreas Designergeschäft auch nicht so richtig ins Laufen kommt, ist da nicht gerade hilfreich. So beschließt sie ihr Leben neu zu ordnen und auch bei der Männerjagd wieder ein wenig aktiver zu werden. Dumm nur, dass sie sowohl etwas mit der Jugendliebe Gregor als auch mit dem Juristen Chris anfängt. Zu allem Übel ist dann auch noch der Schwangerschaftstest blau. Das Chaos ist vorprogrammiert.

Sehr gute Mischung in Sachen Schauspieler

Irgendwie hat die Regisseurin Christina Hartmann bei der Besetzung der einzelnen Rollen ein ausgezeichnetes Fingerspitzengefühl bewiesen. So erwarten den Zuschauer ab dem 23.August absolute Hochkaräter des deutschen Filmgeschäfts. Die Hauptrolle spielt Diana Amft („Doctor´s Diary“), wobei ihr der Charakter Andrea Schnidt wie auf den Leib gemeißelt scheint. Auch sehen lassen können sich Alexander Beyer („Good Bye Lenin“) als Gregor und Tom Wlaschiha („Anonymus“) als Rechtsanwalt Tom. Komplettiert wird das Ensemble durch Sunnyi Melles („Der Baader-Meinhof Komplex“), die Andreas Mutter mimt und Sylvester Groth („Ingloriuos Basterds“), der Kumpel Helgo spielt.

 


Leider gibt es noch keine Kommentare Schreib den ersten!
Kommentar schreiben

Folge buecher.de bei Twitter