Filmtipp: „Rock of Ages“

Die einstige erfolgreiche Broadway-Produktion hat es sich in diesem Juni zur Aufgabe gemacht, auch die Kinoleinwände zu erobern. Das kann, wie wir an Beispielen wie „Hairspray“ oder „Burlesque“ sehen, ganz gut funktionieren, wenngleich ein außerordentliches Staraufgebot nicht in jedem Fall einen Besuchererfolg garantiert. In „Rock of Ages“ sehen wir Alec Baldwin, Tom Cruise und Catherine Zeta-Jones singend und tanzend  in einer Kulisse aus silbrigen Nieten auf schwarzem Leder. Bands wie Poisen, Guns N` Roses und Bon Jovi liefern einen lautstarken Soundtrack im Zeichen der wilden Achtziger, in denen ein junges Paar zueinander findet, das nichts sehnlicher erträumt als den großen Durchbruch im Showbusiness. Der Film erscheint am 14. Juni in den deutschen Kinos.

Die Geschichte von „Rock of Ages“

Stacee Jaxx (Tom Cruise) ist Frontmann der Band „Arsenal“ und Held einer Generation. Mit wallender Mähne und fein einstudierten Posen treibt er seine Fans in den Wahnsinn und die Plattenverkäufe in die Höhe. Doch das Leben ist selten einstudiert. Im Alltag bleibt Stacee ein Mensch mit ganz normalen Problemen, die ein Star mitunter noch schwieriger bewältigt. Zeitgleich lernen sich Sherrie (Julianne Hough) und Drew (Diego Conzáles Boneta) in einem Lokal auf dem Sunset Strip kennen. Beide könnten nicht unterschiedlicher sein: Sherrie ist das naive Landei mit Charme und unschuldiger Schönheit. Ihr Ziel ist der internationale Durchbruch als Schauspielerin. Drew hingegen ist in der Stadt groß geworden und nutzt jede Gelegenheit, sich darzustellen. Das perfekte Training für eine eventuelle Zukunft als etablierter Rockstar. Die Party könnte ewig gehen, wenn es nicht Leute gäbe, die im Sex, Drugs und Rock and Roll nicht das Maß aller Dinge sehen. Schon bald entfacht eine Diskussion um Moral und gutes Benehmen, die sich gegen alle Rockbühnen richtet. Die Zeit der Zügellosigkeit steht kurz vor dem Ende…

Country-Sängerin trifft Oscar-Preisträgerin

Das geladene Ensemble kann sich wahrlich sehen lassen. Julianne Hough ist ein gefeierter Country-Star in Amerika und lief der noch bekannteren Taylor Swift im Wettlauf um die Rolle der Sherrie den Rang ab. Alec Baldwin interessiert sich seit jeher für skurrile Figuren und seine Darstellung in der aktuellen Produktion passt hervorragend. Tom Cruise, den wir einschlägig aus Actionfilmen kennen, mimt an dieser Stelle den erhabenen, extrovertierten Rockstar. Eine Facette, die ihm gut steht und zur Entspannung der Diskussion um seine Person beiträgt. Malin AkermannRussel Brand und Mary J. Blige fügen sich lautstark in die Stardichte ein. Mit der Filmbeschreibung ist klar, dass es sich hier keinesfalls um sinnhaftes Kino mit großer Botschaft handelt, sondern eher um eine leicht bekömmliche Unterhaltung für zwischendurch, deren Zuschauer Musikfilme lieben. Kinogänger, die das gesungene Wort nicht mögen, sind hier gänzlich falsch aufgehoben und sollten das Kino weiträumig umfahren.

 


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