Filmtipp: Riddick

RiddickDer diesjährige Kinosommer war durchzogen von eindrucksvollen Großproduktionen, die allesamt ein enormes Vermögen an Produktionskosten verschlissen. Man nehme nur einmal die Viertelmilliarde von „Lone Ranger“. Da ist es doch einmal schön zu sehen, dass Regisseur David Twohy („Die Akte Jane“) und sein Hauptakteur Vin Diesel auch trotz einem Minibudget von gerade einmal 38 Millionen US-Dollar einen absolut sehenswerten Action-Sci-Fi-Streifen zusammengebracht haben. „Riddick“ ist der dritte Teil der Reihe um den muskelbepackten Weltraum-Sträfling. Ab Donnerstag lässt sich sehen, dass es der bisher Beste seiner Zunft ist.

Diesel und Twohy wollten diesen Film unbedingt

Es ist schon lustig mitanzusehen, dass man auch im Milliardengeschäft Film mit verhältnismäßig kleinem Budget etwas richtig Ordentliches auf die Leinwand zaubern kann. Nachdem „Die Chroniken von Riddick“ nicht das brachten, was sich die Macher erhofften, wollten die Geldgeber genau genommen keinen dritten Teil mehr mitfinanzieren. Dementsprechend klein ist die Summe, die noch zur Verfügung stand. Diesel tolerierte eine geringe Gage und belieh sogar sein eigenes Anwesen. Zwischenzeitlich stand die Crew aufgrund nicht bezahlter Summen auch mal vor verschlossenen Studiotüren. Davon beirren ließ sich das Team nicht – zum Glück für den Kinobesucher. „Riddick“ ist den Besuch mehr als wert. Gründe dafür liefern namhafte Darsteller wie Jordi Mollá („Bad Boys II“), Wrestler Dave Bautista, Katee Sackhoff („24“) und vor allem ein Vin Diesel („Fast and Furious 6“) in absoluter Bestform sowie atemberaubende Szenen am Fließband.

Ein Weltraumflüchtling, der noch längst nicht gebrochen ist

Diese beginnen gleich zu Beginn, wo Riddicks blutige Hand aus dem Boden ragt und mal eben einen Blutsaurier erwürgt. Der Titelheld ist etwas gealtert und fällt auf eine Intrige seines Kommandeurs Vaako (Karl Urban) hinein, der ihn allein auf einem sonnenverbrannten Planeten zurücklässt. Dort warten brillant konstruierte Kreaturen auf ihn sowie ein Regen, der nach Kontakt in wenigen Tagen den Tod mit sich bringt. Riddick gibt in einer verlassenden Station einen Hilferuf ab und ruft so eine ganze Palette an Kopfgeldjägern auf den Plan. Dass weder Santana (Jordi Mollá) mit seiner Truppe noch Johns (Matt Nable) Einheit der Power von Riddick gewappnet sind und somit ein echter Gegenspieler fehlt, würdigt den Film keinesfalls herab. Das Gesamtbild verdient sich seine Anerkennung, weil einzelne Szene wie eine Enthauptung, bei der nur der halbe Kopf abgetrennt wird, für kleinere Durchhänger im Plot mehr als entschädigen.

 


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