Filmtipp: R.E.D. 2

R.E.D. 2Je oller desto doller. Auf keinen anderen Film mag diese Aussage derart perfekt passen wie auf „R.E.D. 2“, der ab Donnerstag in den Kinos zu sehen sein wird. Mit dem Untertitel „Älter. Härter. Besser.“ sorgte bereits der erste Teil der Actionkomödie um die Schauspielveteranen Bruce Willis, Helen Mirren und John Malkovich für beste Unterhaltung. Nun schwingt sich Regisseur Dean Parisot („Good Wife“) dazu auf, mit einer Fortsetzung die Kassen der Lichtspielhäuser zum Überfüllen zu bringen. Es wird ihm, nicht nur dank der herausragenden Rollenbesetzungen, definitiv gelingen, denn der zweite Teil schließt nahtlos an „R.E.D.“ an und hebt das Niveau gar noch eine Stufe höher.

Zur Ruhe setzen ist nicht möglich

Eigentlich will es Ex-Agent Frank Moses (Bruce Willis) nun ein bisschen ruhiger angehen lassen. Schusswaffen und Missionen sind Vergangenheit, das ruhige Zusammenleben mit seiner Freundin Sarah (Mary-Louise Parker) die Gegenwart. Das mag in seinem Alter erst einmal plausibel klingen, doch da hat er die Rechnung ohne Kumpel Marvin Boggs (John Malkovich) gemacht. Dieser zieht ihn nämlich gleich in das nächste Abenteuer mit hinein. Als Frank auf der scheinbaren Beerdigung Marvins vom FBI festgenommen und hinsichtlich einer verschwundenen Nuklearwaffe namens „Nightshade“ befragt wird, überschlagen sich die Ereignisse. Nur durchs Marvins plötzliches Auftreten entgeht Frank dem Übergriff schießwütiger Attentäter. Erledigt ist die Sache damit aber noch nicht. So begeben sich die Beiden auf die Suche nach „Nightshade“ mal eben durch Halbeuropa. Mit dabei ist natürlich auch Victoria (Helen Mirren), die zwar liebenswert erscheint, aber durchaus abgebrüht agieren kann.

Neue Gesichter in einem sehenswerten Ensemble

Zwar müssen die Fans des ersten Teils in „R.E.D. 2“ auf Morgan Freeman verzichten. Dafür aber bekommen sie mit Catherine Zeta-Jones, Anthony Hopkins und Byung Hun Lee schwergewichtigen Ersatz. Letzterer mimt mal wieder einen hochtalentierten Profikiller. Bei der ehemaligen KGB-Agentin Katja (Zeta-Jones in der Rolle von Franks Ex-Geliebter) und dem durchgeknallten Wissenschaftler Bailey (Hopkins in Hannibal-Lecter-Bestform) ist nicht so ganz klar, welche Ziele sie verfolgen. Diese mögen auch bei Victoria anfangs etwas unklar sein, wird sie doch vom MI-6 damit beauftragt, den US-Kollegen aus dem Weg zu schaffen. Brisant geht es also in jedem Fall zu. Willis und insbesondere Malkovich sowie Mirren verleihen dem Film zu jeder Zeit die richtige Würze. Eine prickelnde Randnotiz bietet der Fake Victorias, sich als britische Königin auszugeben. Da war doch mal eine Darbietung, für die Helen Mirren einst den Oscar erhielt.

 


Leider gibt es noch keine Kommentare Schreib den ersten!
Kommentar schreiben

Folge buecher.de bei Twitter