Filmtipp: Man of Steel

Man-of-steel-Das Jahr 1938 ist heute in vielerlei Hinsicht ein geschichtsträchtiges. Innerhalb Deutschlands breitet sich der Nationalsozialismus immer weiter aus, nur ein Jahr später sollte dies im Zweiten Weltkrieg kulminieren. In Athen erblickt die heutige spanische Königin das Licht der Erde, die Carnegie Hall feiert Jazzikone Benny Goodman. In Frankreich bejubelt Italien den Fußballweltmeistertitel und Konrad Zuse präsentiert seinen legendären Z1. Ebenfalls Eindruck machen Jerry Siegel und Joe Shuster, die in den USA den ersten Superman-Comic vorlegen. Heute, 75 Jahre später, zählt eben jener Superman zu den Größten und vor allem Bekanntesten seiner Zunft. Er war bereits in zahlreichen Comics und auch dazugehörigen Verfilmungen zu sehen. „Man of Steel“ lautet das neueste Reboot, es ist einer der Eindrucksvollsten.

Ein Superman, den Produzent und Regisseur prägen

Eine der zentralen Fähigkeiten, die seit jeher mit Clark Kent aka Superman in Verbindung gebracht wird, ist seine Flugfähigkeit. Neben dieser ist er noch sehr stark, verletzungsresistent und verfügt unter anderem über Scan- und Röntgenblick. Jede Neuauflage ließ aber zusätzlich auch ganz eigene Elemente mit einfließen. Bei „Man of Steel“ zeigen diese in erster Linie das begnadete Zusammenspiel von Produzent und Regisseur. Ersterer, Christopher Nolan („The Dark Knight“), hat in seiner letzten Comichelden-Adaption bewiesen, dass sich das Genre auch durchaus von seiner ernsten Seite zeigen kann. Dementsprechend zynisch und nachdenklich charakterisiert sich auch sein Superman. Regisseur Zack Snyder („Sucker Punch“) verleiht dem Film die gewohnte Farbpalette und eine stilgelungene Actionszenerie. Diese zeigt sich bereits in den Eingangsmomenten auf Krypton, wo der Zuschauer unter anderem auf gigantische Flugmonster trifft.

Ein äußerst talentierter Hauptdarsteller und Glanzlichter in den Nebenrollen

Die besagte Eingangsszene, in der Jor-El (Russell Crowe) seinen Sohn vom Planeten Krypton auf die Erde schickt, erhält im Gegensatz zu früheren Verfilmungen einen recht großen Fokus. Einzelne Rückblenden, die typisch für Nolan sind, sorgen dafür, dass man stets allem folgen kann. Nachdem der kleine Kal-El auf der Erde landet, wird er vom Farmerehepaar Kent (Diane Lane und Kevin Costner) in Kansas großgezogen. Schon im Kindesalter zeigen sich bei Clark die Probleme, die mit dem Superheldenschicksal in Verbindung stehen. Das wird auch im Erwachsenenalter nicht besser, schon gar nicht, wenn Lois Lane (Amy Adams) einem über die Schultern schaut. Als dann der Kyptonier General Zod (Michael Shannon) auf die Erde kommt, um den Planeten einzunehmen, erinnert es schon ein wenig an das Finale der letzten Batmanreihe. Ähnlich düster zeigt sich die Grundstimmung, gar noch einen Tick impulsiver die zahlreichen Actionszenen, die während der 140 Minuten zu sehen sind. Großen Anteil am Status, ein wirklich hervorragendes Actionabenteuerszenario zu sein, hat im Übrigen insbesondere der Hauptdarsteller Henry Cavill („Krieg der Götter“). Dieser zeigt uns nicht nur einen gut trainierten, sondern auch sehr nachdenklichen und besonders menschlichen Superman. Wen das noch immer nicht zum Gang ins Kino bewegt, der wird spätestens bei der musikalischen Untermalung von Hans Zimmer überzeugt.

 


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