Filmtipp: Magic Mike

Magic MikeEs ist ein Klischee und zudem der Wunsch vieler Menschen, die in die Vereinigten Staaten von Amerika auswandern. Noch immer ist der Traum, irgendwann einmal vom Tellerwäscher zum Millionär aufzusteigen, präsent. Noch immer eifern ihm viele junge Leute hinterher. Betrachtet man die Biografie von Hollywood-Star Channing Tatum mal ein wenig genauer, muss man feststellen, dass er vielleicht keine Teller gewaschen hat. Immerhin aber ist er vom Stripper zum Millionär geworden. So scheint er prädestiniert für einen nicht ganz alltäglichen Film, in welchem unter anderem auch Matthew McConaughey und der junge Alex Pettyfer die Hüllen fallen lassen. „Magic Mike“ heißt die neue Attraktion von Regisseur Steven Soderbergh („Ocean´s Eleven“) – eine Stripper-Story, die bemerkenswert hochwertig inszeniert wurde.

Tagsüber Dachdecker, nachts der strippende Star

Channing Tatum („Step Up“) konnte man schon bei seiner ersten großen Rolle ansehen, dass er es durchaus versteht, sich gekonnt zu bewegen. Als er bei einer anderen Zusammenarbeit Filmemacher Soderbergh von seiner Vergangenheit als Stripper erzählte, hatte dieser bereits die ersten Szenen für eine mögliche Verfilmung im Kopf. Dass sie letztlich nur wenig mit der eigenen Biografie gemein hat, musste der Schauspieler vorab zugeben. Ebenso aber auch die Tatsache, dass der Film erst durch Soderberghs Schwerpunktsetzung so wirklich realisiert werden konnte. Die erste Hälfte handelt eher vom Alltagsleben des Strippers Mike, der seinem Traum vom eigenen Geschäft für Designermöbel mit den Einnahmen aus seinem Job als Dachdecker nur unwesentlich näher kommt. Weitaus vielversprechender wirkt da die Arbeit im „Xquisite“, die neben dem Verdienst noch viele andere Vorteile parat hält. Dazu gehören Frauen wie die von Olivia Munn („Iron Man 2“) gespielte Joanna, zu der Mike einen sehr engen Kontakt pflegt.

Nicht nur Tatum

Der Film wäre für viele schon mit Tatum allein sehenswert. Spätestens dank den anderen schauspielerischen Highlights aber lohnt sich ein Besuch auf jeden Fall. Bei einem Nebenjob lernt Mike Adam (Alex Pettyfer) kennen, den er fortan unter seine Fittiche nimmt. Dieser hat zwar noch nicht die tänzerische Klasse von Mike oder auch Clubbesitzer Dallas, dem Matthew McConaughey („Der Mandant“) Gesicht und Körper leiht. Er beweist aber durchaus Talent und macht sich als „The Kid“ schnell einen Namen bei den vielen weiblichen Gästen. Auch seine Schwester Brooke (Cody Horn) erweckt das Interesse Mikes, stellt sie doch das Bodenständige dar, nach dem sich der Hauptprotagonist verstärkt sehnt. Der Film würde schnell erzählt sein, wenn sich nicht im Hintergrund Aspekte tummeln, die jene dunkle Seiten des Geschäfts verdeutlichen. Auch vor diesen, Geldgier, Betrug und Drogen, macht die Geschichte nicht halt. So bietet der ab dem 16.8 zu sehende „Magic Mike“ mehr als nur die blanke Männerbrust von Tatum, McConaughey und Co., wobei auch diese für die Vielzahl der weiblichen Besucher schon den Eintritt wert wäre.


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