Filmtipp: Life of Pi – Schiffbruch mit Tiger

Schiffbruch mit Tiger 199x300 Filmtipp: Life of Pi – Schiffbruch mit TigerLange Zeit galt das mehrfach prämierte Werk „Schiffbuch mit Tiger“ vom Kanadier Yann Martel als nicht verfilmbar. In der Regel teile ich die Meinung, dass man bei der Verfilmung eines Buches letztlich häufig enttäuscht wird. Einige Ausführungen jedoch gehören einfach auf die Leinwand, denn die technischen Errungenschaften der heutigen Zeit ermöglichen es einfach, dass man die Geschichte dort in einer unglaublichen Klasse wiedergeben kann. Die Entwicklung der 3D-Technologie ist dahingehend ein wesentlicher Meilenstein. Genau diese ist es jetzt auch, die das am Donnerstag erscheinende Kinohighlight „Life of Pi – Schiffbuch mit Tiger“ so atemberaubend eindrucksvoll macht.

Eine unglaubliche Geschichte

Schon vor einigen Jahren sorgte die Buchvorlage für großes Aufsehen. Erzählt wird die Geschichte eines indischen Jungen, dessen Umzug nach Kanada in einem sagenhaften Abenteuer endet. Regisseur Ang Lee („Tiger and Dragon“) hält sich dabei weitgehend an die Vorlage von Martel. In dieser erfahren wir früh von Piscine Molitor Patel (hauptsächlich: Suraj Sharma, vorher: Gautum Belur und Ayush Tandon), der später nur noch Pi genannt wird und Sohn von Zoobesitzern ist. Er berichtet über sein Leben, das einst im indischen Pondicherry begann und schon in der Kindheit recht ereignisreich ablief. Pi, gebürtiger Hindu, nimmt während des Erwachsenwerdens auch noch das Christentum und den Islam an und verbindet alle drei Glaubensrichtungen mit gleicher Wertschätzung. Als er 17 ist, wollen seine Eltern nach Nordamerika auswandern. Mit zahlreichen Tieren begeben sie sich auf Schiffsreise, doch ihr Frachter kentert. Pi findet sich auf einem Rettungsboot mit einer gefräßigen Hyäne, einem verwundeten Zebra, einem Orang-Utan-Weibchen und dem bengalischen Tiger Richard Parker wieder.

Bilder, die Eindruck hinterlassen

Während Richard Parker anfangs noch leicht seekrank wirkt, fällt die Hyäne über die anderen zwei Tiere her. Zur rechten Zeit akklimatisiert sich die Raubkatze und verspeist den gefräßigen Konkurrenten. Pi jedoch verschont er. So taumeln die Beiden durch den Ozean und entwickeln eine Art Gemeinschaft. Dass Richard Parker seinen menschlichen Begleiter anerkennt, zeigt sich, als er ihn vor dem Angriff eines anderen Gekenterten rettet. Gemeinsam stranden Pi und sein Tiger auf einer einsamen Insel, die einzig von Erdmännchen bevölkert wird. Als der Titelheld erkennt, dass auch noch fleischfressende Pflanzen vor Ort leben, ziehen sie weiter. An der mexikanischen Küste jedoch trennen sich die Wege. Richard Parker verschwindet im Dschungel, Pi erzählt seine Geschichte. Dass diese selbstverständlich nicht sehr glaubwürdig ankommt, zählt ebenfalls zum Konzept. All das erfährt der Kinozuschauer aus den Rückblenden Pis, der als Erwachsener von Irrfan Khan („Slumdog Millionaire“) gespielt wird. Ein kanadischer Journalist (Rafe Spall) befindet sich auf der Suche nach einer großen Geschichte, die Pi ihm letztlich offenbart. Für den Kinobesucher bedeutet das, dass er einzigartige Bilder, herumschwirrende Fischschwärme oder einen durch den Ozean springenden Wal, zu sehen bekommt und diesen Film lieben wird.

 


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