Filmtipp: Les Misérables

Les MiserablesMusicals sind immer eine spannende Sache, vereinen sie doch die Elemente der Musik mit denjenigen der Schauspielkunst. In der Vergangenheit haben es wenige geschafft, auch auf der Kinoleinwand Eindruck zu machen, „Grease“, „Das Phantom der Oper“ oder auch „Moulin Rouge“ wären zu nennen. 2013 wird diese prominente Liste um ein weiteres Glanzstück erweitert. „Les Misérables“, das einst Victor Hugo einen Teil seines globalen Ruhms einbrachte, wurde nun mit einigen bekannten Größen Hollywoods von Tom Hooper neu verfilmt. Das Resultat konnte bereits bei den Golden Globes abräumen, gilt als einer der heißesten Preisanwärter für die Oscarnacht und huscht hierzulande ab diesem Donnerstag über die Leinwand.

Monumentales Bühnenwerk auf der Leinwand

Auf gut 1500 Seiten beschrieb Victor Hugo 1862 die Geschehnisse Frankreichs in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Dabei gelang es ihm, persönliche Schicksale in einen allgemeinen historischen Rahmen mit sozialen Problemen und philosophischen Ansätzen einzubetten. Die Musicalvariante besteht aus 49 einzelnen Stücken, die nun erstmals in der Geschichte der Filmtradition von „Les Misérables“ auch alle ihren Weg auf die Leinwand geschafft haben. Die Geschichte beschreibt zunächst den verbissenen und mit Hindernissen bestückten Neuanfang von Jean Valijean (Hugh Jackman). Dieser wird nach fast zwei Jahrzehnten Haft, die er für den Diebstahl eines Stückes Brot, aufgebrummt bekam, frei gelassen. Polizeiinspektor Javert (Russell Crowe) glaubt jedoch nicht an seine Rehabilitation und wartet nur auf den nächsten Fehler. Valijean baut sich eine neue Existenz als Monsieur Madeleine auf und bringt es bis zum Fabrikbesitzer und Bürgermeister. Als seine Arbeiterin Fantine (Anne Hathaway) entlassen wird und folglich im Elend zugrunde geht, verspricht er ihr, sich um ihre Tochter Cosette (Isabelle Allen) zu kümmern. Es sind die folgende Jahre, die das weitere Werk bestimmen. Javert entdeckt Valijeans Tarnung, woraufhin dieser nach Paris flüchtet. Dort herrscht derweil Revolutionsstimmung und neben Cosette (nun Amanda Seyfried) gehören unter anderem auch Marius (Eddie Redmayne) und Eponine (Samantha Barks) zu den Hauptakteuren.

Starensemble der Extraklasse

Wenn man bedenkt, was für Stars die entscheidenden Rollen in diesem Musicalepos besetzen, scheint es kaum verwunderlich, dass auch einige andere in die Röhre schauen mussten. Für die Rolle der Fantine, für die Hathaway jüngst den Golden Globe bekam, sprachen auch Kate Winslet, Jessica Biel und die legendäre Marion Cotillard vor. Scarlett Johansson und Hayden Panettiere bewarben sich für Eponine, Emma Watson für Cosette. Oscargewinner Hooper („The King´s Speech“) aber scheint gemeinsam mit Starprotagonist Hugh Jackman („Australia“) die richtige Wahl getroffen zu haben. Schließlich gab es drei Golden Globes, die acht Oscarnominierungen sind auch nicht gerade ein Zeugnis minderen Unterhaltungswertes.

 


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