Filmtipp: James Bond – Skyfall

James Bond SkyfallNach einer langen Wartezeit, in der viel über die einzelnen Filmbestandteile spekuliert wurde, ist es nun endlich soweit. In dieser Woche startet die 23. Ausgabe der berühmtesten Filmreihe aller Zeiten in eine neue Runde. James Bond, der als 007-Geheimagent seit nunmehr 50 Jahren auf Gangsterjagd geht und die britische Krone beschützt, zieht in „Skyfall“ so in einen Jubiläumsfeldzug. Dieser reiht sich an die großen Erfolge, die einst 1962 mit „James Bond – 007 jagt Dr. No“ begannen, und versteht es in diesem Kinoabenteuer jeden Zuschauer zu begeistern. Spielte Sean Connery den Titelhelden früher eher elegant und mit allen Facetten eines britischen Gentlemans, beweist Daniel Craig in seinem dritten Bond-Film einmal mehr, wie ungerechtfertigt die anfängliche Kritik an ihm mittlerweile geworden ist.

Eine Beziehung wird auf die Probe gestellt

Nachdem die beiden vergangenen Filme „Casino Royale“ und „Ein Quantum Trost von der Rahmenhandlung zusammengehörten, stellt „Skyfall“ wieder ein absolut eigenständiges Geschehen dar. In diesem wird Bond auf eine Mission nach Istanbul geschickt. Der Ausflug liefert die Ausgangsalge für eine brisante Geschichte, in der auch das Schicksal des ganzen Geheimdienstes auf dem Spiel steht. Als sich 007 auf einem Zug im entscheidenden Gefecht mit Verbrecher Patrice (Ole Rapace) befindet, wird er aus Versehen von seiner Assistentin Eve (Naomi Harris), der die große Entfernung zum Verhängnis wird, niedergeschossen. Unterdessen hat sich MI6-Chefin M (Judi Dench) in London mit noch größeren Problemen herumzuschlagen, was vor allem an Mallory (Ralph Fiennes) liegt. Bonds primäres Ziel in der Türkei war es, gestohlene Mitgliederdaten für den MI6 zurückzubringen. M gerät durch die fortbestehende Bedrohung weiter unter Druck und spätestens, als bei einem Bombenanschlag auf das Hauptquartier sechs Mitarbeiter sterben, scheint das grausige Szenario unaufhaltsam. Genau in diesem Augenblick tritt Bond zurück auf den Plan. Wie von den Toten auferstanden, macht sich 007 auf den Weg, alles wieder ins Reine zu bringen.

Viel Tiefe und tolle Charaktere

Erste Spuren führen zum Cyber-Terroristen und früheren Agenten Silva (Javier Bardem), der sich im Verlauf des Filmes als brillanter Gegenspieler erweist und dem Film ein beachtliches Spannungsniveau ermöglicht. Kurz bevor er an M herankommt, schafft Bond sie auf eine schottische Farm, deren Name sich im Filmtitel widerspiegelt. In der Wildnis wird es selbstverständlich nicht einfach, sich einem übermächtigen Gegner entgegenzustellen – Bond muss demnach all sein Geschick auspacken. Dass sich davon bei diesem zweieinhalbstündigen Filmspektakel wieder einmal jede Menge befindet, geht auf das Konto von Sam Mendes („American Beauty“), der erstmals auf dem Regiestuhl residierte. Er hat beim Dreh darauf geachtet, das Konzept früherer Bond-Film aufzugreifen und so die Kritiker des letzten Teils verstummen zu lassen. Interessanterweise spielen technische Errungenschaften dieses Mal gar keine entscheidende Rolle. Bis auf einen Notfallpeilsender und eine handsignierte Walter PPK bekommt Bond keine Hightech-Accessoires. Zahlreiche Highlights bieten die teilweise sehr tiefgehenden Dialoge, welche die einzelnen Charaktere verstärkt darstellen. Zu diesen gehört auch Quartiermeister Q, dessen Darsteller Ben Whishaw erstmals in der Geschichte jünger ist als der Hauptprotagonist und mit seiner frischen Art besticht.


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