Filmtipp: Ice Age 4 – Voll verschoben

Es gibt diverse Mehrteiler der Kinowelt, deren Fortsetzungen alles nur schlimmer machten. Die bisherige Trilogie „Ice Age“ hingegen erfreut sich seit Jahren einer beständigen Fangemeinde. Resultierend aus überlegtem Witz, gelungenem Slapstick, einer nicht langweiliger werdenden Story und Charakteren am Rande des Wahnsinns knüpft auch „Voll Verschoben“, der vierte Teil, an alte Lachattacken an.

Semiwissenschaftliches Geotektonikkauderwelsch

Es ist an der Zeit, umzudenken. Die Geschichte, wie wir sie bisher immer als richtig gewähnt hatten, setzt sich in Wahrheit aus anderen Variablen zusammen. „Ice Age 4 – voll verschoben“ ist nicht mehr und nicht weniger als eine kreative Erklärung zur Entstehung der Kontinente. Der semiwissenschaftliche Geotektonikkauderwelsch benennt den nusssüchtigen Nager Scrat als unglücklichen Ursprung der neuen Welt. Wieder verzweifelt das neurotische Tierchen daran, die sprichwörtliche Nuss zu knacken und spaltet einen Berg beim Versuch, sich eine Eichel einzuverleiben. Auf seiner obsessiven Jagd stürzt er in den entstandenen Riss und fällt zu entspannenden Fahrstuhlklängen bis zum Erdkern. Leider endet die Rausch-Ralley hier noch nicht, denn auch die Baumfrucht findet ihren Weg ins Innerste der Erde. Jeder kleine Schritt des unbedarften Eichelverfolgers auf der drehenden Kugel bewirkt extrem große Konsequenzen auf der Erdoberfläche. So entstehen neue Gebirge, tiefe Gräben und eben auch die uns bekannten Kontinente nach Pangea, dem Urkontinenten.

Kinderlos auf einem Floß

Natürlich bleiben auch Sid, Manny und Diego nicht vom Schicksal verschont und finden sich schon bald auf einer spärlich bewachsenen Eisscholle mitten auf dem unendlichen Ozean wieder. Mammut Manny wird dabei von seiner Familie getrennt und schwört heroisch, sie wiederzufinden. Wirbelstürme, Piraten, Tsunamis klopfen die Drei zwar mürbe, lassen sie aber nicht aufgeben. Natürlich ist das erst der Anfang einer wahnwitzigen Odyssee, auf der Freundschaften geschlossen werden und Lieben beginnen.

Mit altem Team zu neuen Erfolgen

Natürlich muss der bereits konditionierte Zuschauer auch im vierten Teil des Urzeitspektakels nicht auf die Stimmgeber Michael Iwannek, Thomas Fritsch und Otto „the Kultfriese“ Waalkes verzichten. Unter der Regie von Steve Martino und Mike Thurmeier ist dem gesamten Team abermals ein herzliches wie witziges Eiszeitfilmchen gelungen, das den anderen Episoden in nichts nachsteht. Bevor sicher auch ein fünfter Teil irgendwann startet, sollte man aber davor den vierten keinesfalls verpasst haben, denn unter manch fragwürdigen Produktionen bleibt die Ice-Age-Saga nachwievor eine extrem sichere Nummer.

 


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