Filmtipp: Hangover 3

Hangover 3Gewöhnlich erlebt man Hollywood als eine Brutstätte herausragender Filme, die sich irgendwie immer mit vorherigen aufgrund einzelner Gemeinsamkeiten vergleichen lassen. Fantasystreifen und ihre Protagonisten vergleicht man mit anderen Fantasygeschichten. Ebenso ergeht es Thrillern und Romanzen, die sich mit ähnlichen Thriller und Romanzen messen müssen. 2009 legte Regisseur Todd Phillips etwas vor, das durchaus mal im Menschenleben vorkommt, aber in dieser Form noch nie den Weg auf die Leinwand gefunden hatte. In „Hangover“ erlebten Zuschauer ein auf 100 Minuten komprimierten Junggesellenabschied in Las Vegas und gleichzeitig einen Kinofilm, der sämtliche Lachmuskeln zum Beben brachte. Schon 2011, als man Doug, Phil, Stu und Alan in Thailand erneut auf die Suche nach den Geschehnissen der letzten Nacht schickte, fragte sich das Publikum, wie man  den Erstlingsfilm eigentlich noch toppen möchte. Es gelang und nun steht mit „Hangover 3“ das Finale einer ultrakomischen Komödientrilogie in den Startlöchern.

Ein begnadeter Zach Galifianakis

Es wird, so viel steht wohl fest, der legendäre Abschluss der Reihe sein. Sowohl Regisseur Phillips als auch seine Darsteller freuen sich darüber, die Trilogie nun zu Ende gebracht zu haben. In der Tat kritisierten einige Leute bereits bei „Hangover 2“, dass das Thema letztlich keine weiteren Überraschungen bereithalten würde. Die Geschichte sei erzählt, hieß es. Es zeigt sich doch immer wieder, wie sehr man sich täuschen kann. Wenngleich „Hangover 3“ sich von den Vorgängern unterscheidet und die vier Freunde nicht durch Tabletten und Alkohol bis kurz vor das Delirium bringt, erleben sie doch jede Menge Turbulenzen. Nachdem der heimliche Star der Reihe, Alan (Zach Galifianakis), bereits in den ersten Teilen für die Anekdoten sorgte, rückt er im dritten Teil komplett in den Fokus. Sowohl sein eigenartig hohes Ave Maria bei der Beerdigung seines Vaters als auch das unbeabsichtigte Köpfen seiner Giraffe auf dem Highway zeigen schon, wo die Reise hingehen wird.

Ein Thriller als glorreicher Abschluss

Fasst man die Geschehnisse des dritten Hangover-Teils zusammen, ist es wohl eher eine Art komischer Actionthriller. Anstatt auf bloßen Humor zu setzen, lässt Phillips die Jungs in eine ernsthafte brenzlige Situation rutschen. Gangsterboss Marshall (John Goodman) ist auf der Suche nach Allzeit-Störenfried Chow (Ken Jeong), der ihn um 21 Millionen erleichtert hat und dem Wolfsrudel sowie allen Zuschauern damit erneut auf die Nerven gehen wird. Um den Jungs die richtige Motivation zu geben, den alten Freund zu finden, entführt Marshall Doug (Justin Bartha) mit dem Versprechen, dass sie ihn nur wiedersehen, wenn sie ihn zu Chow führen. Vom legendären Caesars Palace bis ins mexikanische Tijuana beginnt für Phil (Bradley Cooper), Stu (Ed Helms) und Alan also dieses Mal ein ernsthafte Jagd um das Leben ihres Kumpels. Dass mit Jade (Heather Graham), noch bekannt aus Teil 1, und vor allem Cassie (Melissa McCarthy) auch zwei Damen die Handlung mitbestimmen, ist ein großer Vorteil. Alles in allem beansprucht „Hangover 3“ schon eine gewisse Eigenständigkeit, bringt uns aber die beliebten Helden der Reihe zurück auf die Leinwand und kann so als ordentlicher Abschluss der Trilogie gesehen werden.

 


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