Filmtipp: Geld her oder Autsch´n!

Geld her oder AutschnAnimationsfilme bekommt der Kinozuschauer in der heutigen Zeit am laufenden Band geliefert. Mit der Kunst des Puppenspiels aber wird er nur sehr spärlich versorgt. Wer sich dazu entschließt, mal in einem Puppentheater vorbeizuschauen, wird merken, wie wenig Hollywood und technische Studios es braucht, um richtig gut unterhalten zu werden. Deutsche Puppenspieler haben mittlerweile den Comedybereich erobert und finden dort in immer größerer Zahl jene Wertschätzung, die wir alle ihnen entgegenbringen sollten. Einer von ihnen ist René Marik, dessen Geschichten um Hauptfigur Maulwurfn ohne Frage viel Potenzial besitzen. Dieses hat den kultigen Maulwurf mit Blindenbinde nun bis auf die Leinwand gebracht. In „Geld her oder Autsch´n!“ bekommen er und seine bekannten Freunde endlich die Plattform, die sie verdienen.

Ein Theater läuft, das andere eher weniger

Grundsätzlich läuft das Leben des sprachbeschränkten Maulwurfs und das seiner engsten Freunde, Frosch Falkenhorst (gewisse Ähnlichkeit mit Muppet-Star Kermit) und Eisbär-Prolet Kalle (redefreudiger Bierliebhaber mit Berliner Akzent), in den richtigen Bahnen. Ihr Comedy-Theater Cabaret Toujour zieht haufenweise Besucher in seine Räume. Jeden Abend füllen zahlungswillige Zuschauer die Plätze und Kassen. Vor allem liegt das an Kalle, der die Leute regelmäßig von ihren Sitzen reißt. Erfolg lässt einen bekanntlich abheben und so ergeht es auch dem Star des Theaters, für den Richy (Holger Kraft) regelmäßig Koks holen muss. Dafür begibt er sich zum zwielichtigen Spec (Christoph Maria Herbst), der wiederum ganz eigene Interessen an Kalle besitzt. Einer der vielfach zur Geltung kommenden Charaktere bei Marik ist auch der Hasskasper. Dieser verdient sich in einem Theater am anderen Ende der Stadt seine Brötchen bzw. versucht er es. So wirklich läuft das Theater der Freude nämlich schon lange nicht mehr. Kasper und sein Ensemble haben aber bereits eine Idee, wie sich das ändern lässt.

 Eine Entführung, die irgendwie nicht so ganz ihr Ziel erreicht

Impressario Kasper hat einen ganz besonderen Plan ausgeheckt. Er will Kalle entführen und von Maulwurfn und Falkenhorst Lösegeld erpressen. Was eigentlich so simpel und gut durchdacht klingt, erweist sich schnell als komplettes Hürdenrennen. Nicht nur Svetlana (Dorka Gryllus) und Bodo (Bodo Goldbeck), sondern auch die Figuren Gretel, Großmutter, Seppel und Krokodil kommen nicht ihrer Aufgabe nach. Kalle zieht schon bald einige Aufpasser auf seine Seite und Kasper verliert nach und nach den Überblick. Eine sonderbare Rolle nimmt auch besagter Spec in diesem lustigen Geiseldrama ein. René Marikversteht es in jedem Fall, vor und hinter der Kamera zu überzeugen. Ab Donnerstag kann sich jeder davon überzeugen. Bis dahin gibt es in unserem exklusiven Gewinnspiel zum Film tolle Preise zu gewinnen.

 


Leider gibt es noch keine Kommentare Schreib den ersten!
Kommentar schreiben

Folge buecher.de bei Twitter