Filmtipp: Frau Ella

Frau_Ella_PlakatMatthias Schweighöfer zählt momentan zu den beliebtesten Gesichtern des Deutschen Films. Die Filme, in denen er mitspielt, zeugen von einem gewissen Unterhaltungswert und erfreuen sich so an stetig prall gefüllten Kinokassen. Der 32-Jährige versteht es trotz seines abgebrochenen Schauspielstudiums ohne Frage, richtig gute Filme zu drehen. Das hat er sowohl vor als auch in den letzten Jahren hinter der Kamera beweisen können. In Filmen wie „What A Man“ und „Schlussmacher“ zeigte er sich als äußerst talentierter Regisseur. Für „Frau Ella“ hat er sich nun wieder ausschließlich vor die Kamera begeben. Auch dort aber besitzt der Schweighöfer ein außerordentliches Talent.

Goller und Schweighöfer wieder vereint

Bereits 2010 landeten Regisseur Markus Goller und Matthias Schweighöfer einen echten Kassenschlager. Die Roadmovie-Komödie „Friendship“ zog mehr als eineinhalb Millionen Zuschauer in die Kinosäle. Nach eigenen Projekten ist das Dreamteam in „Frau Ella“ nun wieder vereint und macht den gleichnamigen Roman von Florian Beckerhoff zur herzzerreißenden Leinwandgeschichte. In dieser wird der Taxifahrer Sascha (Matthias Schweighöfer) von seiner Freundin Lina (Anna Bederke) mit der Nachricht, dass sie ein gemeinsames Kind erwarten, völlig aus den Wolken gerissen. Überfordert mit der Situation verschwindet Sascha erst einmal, verschuldet einen Autounfall und landet im Krankenhaus. Dort trifft er die 87-jährige Ella (Ruth-Maria Kubitschek). Die redselige Rentnerin geht ihm anfangs spürbar auf den Zeiger. Bald jedoch entwickelt er eine gewisse Sympathie für ihre Geschichten. Umso verärgerter ist der studierte Mediziner, als er erfährt, dass an Ella eine Operation aus reiner Profitgier vollzogen werden soll. Er flieht gemeinsam mit der Rentnerin in seine WG, in der auch Kumpel Klaus (August Diehl) wohnt. Zu dritt wagen sie einen Roadtrip nach Paris, wo sie den Aufenthaltsort von Ellas großer Liebe, ein amerikanischer G.I., vermuten.

Ein richtiger Schweighöfer-Film

Gerade im Verlauf zeigt sich, welchen großen Einfluss der Hauptdarsteller auf den Film ausübt. Es ist nicht nur, dass es in der Geschichte primär auch um die Entwicklung von Sascha geht. Nein, es sind auch Schweighöfer typische Elemente, die seinen Fans in diesem Film begegnen. Dazu gehören die vielen Luftaufnahmen, die uns schon in „Schlussmacher“ unterhielten und an denen Kameravirtuose Ueli Steiger („Godzilla“) einen großen Anteil besitzt sowie die vielen Stadtbilder von Berlin bis Paris, die einfach nur musikalisch unterlegt über die Leinwand flimmern. Schweighöfer selbst mimt den Protagonisten in gewohnter Klasse und mit reichlich Charme. Man kauft ihm die innere Entwicklung und das wachsende Verantwortungsbewusstsein in jeder Szene ab. Das überzeugt ebenso wie die gelungenen Darbietungen von Kubitschek und Diehl („Inglourious Basterds“), der in ungewohnt komischer Rolle tolle Akzente setzt.

 


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