Filmtipp: Der große Gatsby

Der große GatsbyEin wesentlicher Bestandteil der Literaturgeschichte ist darin zu sehen, dass einige große Werke erst nach dem Ableben ihres Schriftstellers in den öffentlichen Fokus gerückt, sie womöglich erst Jahre nach seinem Tod verstanden werden. Der US-Amerikaner Francis Scott Key Fitzgerald beispielsweise wird heute als einer der größten Literaten seines Kontinents gefeiert. Sein 1925 veröffentlichter Roman „Der große Gatsby“ konnte zu seinen Lebzeiten aber nur geringe Verkaufszahlen erreichen. Heute wird er allein in den Staaten jedes Jahr rund eine halbe Million Mal verkauft. Grund genug, dass sich Regisseur Baz Luhrmann nun daran versucht hat, den literarischen Stoff für das Kinojahr 2013 neu zu verpacken.

Ein begnadeter DiCaprio und weitere schauspielerische Glanzlichter

Drei Oscarnominierungen hat Leonardo DiCaprio bisher in seiner Vita stehen. Für seine Darbietung des Jay Gatsby dürfte ihm die nächste blühen, ihm vielleicht sogar endlich die begehrte Trophäe ins Haus bringen. Besagte Titelfigur ist ein junger Millionär, der zur oberen Liga im New York der 1920er gehört und regelmäßig Tanzveranstaltungen in seinem Anwesen auf Long Island organisiert. Erzählt wird seine Geschichte vom jungen Aktienhändler Nick Carraway (Tobey Maguire), der zunehmend Gatsbys Gesellschaft teilt und vom Zauber des Luxuslebens gefangen wird. Zentraler Bestandteil der Geschichte ist neben Gatsbys erfundener Vergangenheit auch die Liebe zu Daisy (Carey Mulligan), die er um jeden Preis zurückgewinnen will. Dass diese während des ersten Weltkriegs den durchtriebenen Tom Buchanan (Joel Edgerton) heiratete, verleiht dem Film eine interessante Konstellation.

Ein Missverständnis führt zum tragischen Ende

Verliebt in Daisy nimmt Gatsby einen Autounfall auf seine Kappe. Bei diesem saß die Geliebte am Steuer und verursachte so den Tod einer Affäre ihres Ehemannes. Tom wiederum gibt dem Mann der Verstorbenen den entscheidenden Hinweis, wodurch dieser Gatsby und später sich selbst umbringt. Insofern hält sich Luhrmann an das tragische Ende von Fitzgerald. Ansonsten aber zeigt sich ein großer Hang zur künstlerischen Freiheit, insbesondere in der Gestaltung der Rolle von Nick Carraway, der bei allem zwischen die Fronten gerät. Zumindest bei dieser Besetzung herrschte schnell Klarheit. Ein wenig anders war das bei Daisy und Mann Tom, für die unter anderem auch Keira Knightley, Scarlett Johansson und Jessica Alba bzw. Ben Affleck und Bradley Cooper zur engeren Auswahl gehörten.

 


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