Filmtipp: Das ist das Ende

Das ist das EndeErst vor kurzem kam mit dem finalen Szenario von „World War Z“ eine thematisch sehr auf den Weltuntergang ausgerichtete Produktion in die Kinos. Brad Pitt wusste zu gefallen, der Stoff gestaltete sich irgendwie auch recht gut konzipiert. Geschichten, in denen das Ende der Welt bzw. der in ihr lebenden Menschheit problematisiert wird, müssen im Regelfall düster inszeniert sein, um realistisch zu wirken. Da scheint es eigentlich mal eine gelungene Abwechslung zu sein, wenn man den Kontext auf lustige Art und Weise verhandelt. Vor gut einer Dekade ist das mit „Shaun oft the Dead“ bereits gelungen. „Das ist das Ende“ kann sich ebenfalls sehen lassen.

Ein Kurzfilm wird zur großen Hollywoodproduktion

Knapp sechs Jahre ist es her, seit Komiker Seth Rogen („The Green Hornet“) gemeinsam mit Evan Goldberg einen Kurzfilm namens „Jay and Seth versus the Apokalypse“ gedreht hat. Die Geschichte um zwei Freunde, die in einem Apartment festsitzen, während draußen die Welt untergeht, sollte mögliche Investoren von der Idee einer großen Produktion überzeugen. Nur ein Jahr später waren die Rechte verkauft. Doch es dauerte bis zum Jahr 2013, ehe man das Gesamtkunstwerk endlich zu sehen bekommt. Rogen und Goldberg sind dabei für das Drehbuch und die Regie verantwortlich. Ersterer fungiert zudem als einer der zentralen Charaktere. Neben ihm finden sich zahlreiche Hollywoodgrößen, die sich selbst mimen und dabei gehörig auf die Schippe nehmen.

Ein Film voller Stars, bei dem es um Freundschaft geht

Los geht es mit dem Besuch von Jay Baruchel („Duell der Magier“), der seinen alten Kumpel Seth Rogen in Los Angeles mal wieder sehen möchte. Gemeinsam besuchen sie eine Party von Mister James Franco („Die fantastische Welt von Oz“), auf der sich jede Menge Stars tummeln. Auf seinem Anwesen geht es um Drogen, Alkohol und Party. Die Schauspielelite verkörpert also all jene Vorteile, die Neider oftmals mit ihr in Verbindung bringen. Dabei nimmt sich niemand der Protagonisten zu ernst. Lustige Auftritte von Channing Tatum, Rihanna, den Backstreet Boys und Jason Segel („How I Met Your Mother“) geben der ersten Filmhälfte eine besondere Note. Im zweiten Teil geht es vor allem um die apokalyptischen Zustände außerhalb des Hauses. Nicht ganz klar ist, ob die ganzen Stars aufgrund einer Zombieinvasion oder etwas anderem sterben. So wichtig ist das aber auch gar nicht. Entscheidender ist das Miteinander von Baruchel, Rogen, Franco, Danny McBride, Craig Robinson und Jonah Hill („Männertrip“), die sich als einzige in die sicheren vier Wände retten können und fortan gemeinsam überleben müssen. Dass sie der Bedrohung mit jeder Menge Humor und wilden Experimenten entgegentreten, ist eine der großen Qualitäten dieses durchaus unterhaltsamen Films.

 


Leider gibt es noch keine Kommentare Schreib den ersten!
Kommentar schreiben

Folge buecher.de bei Twitter