Filmtipp: Das Bourne Vermächtnis

Das Bourne VermächtnisEs kommt durchaus nicht selten vor, dass die Kinobesucher eine Filmreihe zumeist an einen Schauspieler binden. Nicht umsonst wurde Harry Potter nie anders besetzt, nicht ohne Grund gestaltet sich die Suche nach einem neuen James Bond immer als ein langwieriges Prozedere. Man stelle sich mal Captain Jack Sparrow mit einem anderen Schauspieler als Johnny Depp vor. Das übersteigt bei weitem jede Möglichkeit an Fantasie. Bis jetzt habe ich das auch bei der Bourne-Reihe nicht für möglich gehalten. Am Donnerstag startet mit „Das Bourne Vermächtnis“ die nunmehr vierte Adaption der berühmten Thrillerreihe von Robert Ludlum in den Kinosälen. Ohne Matt Damon wohlgemerkt. Dieser konnte sich nicht dazu bereit erklären, mit dem neuen Regisseur Tony Gilroy zusammenzuarbeiten.

Muskulös, rabiat, Renner

Aus diesem Grund richtet sich bei der Einschätzung dieser Fortsetzung in erster Linie der Blick auf den neuen Hauptprotagonisten Jeremy Renner („Thor“, „The Town“, „Marvel´s The Avengers“), welcher es als Aaron Cross mit der gesamten CIA aufnimmt. Während Damon den unter Amnesie leidenden Killer Jason Bourne mit viel Charme und sozialen Zügen verkörperte, wirkt die neue Generation muskulöser, teilweise rabiater und bei weitem tougher. Ob sich das allein durch das Wesen der Darsteller ergibt oder am zusätzlich veränderten Genmaterial des Auftragskillers liegt, sei mal dahin gestellt. Klar ist, dass Gilroy („Michael Clayton“), der bisher als Drehbuchautor fungierte und Paul Greengrass in der Rolle des Regisseurs ablöste, eine andere Seite des Thrillers darstellen möchte. Während sich die bisherigen drei Teile eher auf einen individuellen Charakter, nämlich Jason Bourne, konzentrierten, geht es dieses Mal um das Projekt als Ganzes. So wird der Hauptakteur auch erst später so wirklich eingebunden und stattdessen zunächst auf die gesamte Vernetzung des Programms Bezug genommen.

Perfekte Besetzung der anderen Rollen

Große Klasse bewiesen die Filmemacher bei der Besetzung der anderen Hauptrollen. Oscar-Preisträgerin Rachel Weisz („Die Mumie“, „Der ewige Gärtner“) sorgt als Forscherin Dr. Marta Shearing für die richtige Unterstützung an der Seite von Cross. Gegenspieler und Chef der National Research Agency Group ist Edward Norton („Fight Club“, „American History X“) alias Byer. Dieser hat es sich zur Aufgabe erklärt das Projekt samt allen Beteiligten zu liquidieren, um das Land vor einem weiteren Skandal zu schützen. So gerät zwangsläufig auch Genetik-Spezialistin Marta, die am Programm mitgewerkelt hat, auf seine Liste. Schon nach wenigen Filmminuten wird jedem klar, welches Ausmaß das ganze Projekt hat und, dass Jason Bourne bei weitem nicht der Einzige war, der den Vereinigten Staaten gefährlich werden könnte. Insofern steht Aaron Cross zwar für eine neue Generation, das Erbe von Bourne zu retten, ist dabei aber nicht seine einzige Aufgabe.

 


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