Filmtipp: Broken City

Broken CityLange hat es im Kino keinen politischen Thriller mehr gegeben, dem es gelang, die Zuschauer dank eines fesselnden Wirrwarrs  stundenlang in den Sitz zu pressen. Zuletzt erreichte vielleicht die filmische Adaption von Robert Harris „Ghost“ diesen Status. Nun erscheint am Donnerstag ein neuer Streifen auf der Leinwand. Einer, der in die Tradition des packenden Politthrillers einsteigen könnte und einer, der aufgrund seiner Besetzung bereits die Kinokarte wert ist. „Broken City“ erzählt die Geschichte des New Yorker Ex-Cops Billy Taggart, der scheinbar zufällig zwischen die Fronten des Wahlkamps zweier skrupelloser Bürgermeister-Kandidaten gerät.

Wie gerechtfertigt ist Selbstjustiz?

Nach der Betrachtung der Rechtsgrundlagen in demokratischen Staaten scheint die Antwort klar. Nichtsdestotrotz aber wird sie im Film, in dem Allen Hughes erstmals ohne seinen Bruder Regie führt, neu verhandelt. NYPD-Cop Taggart, den Mitproduzent Mark Wahlberg („Ted“ & „Contraband“) nach der Absage von Michael Fassbender, einfach mal selbst spielte, muss sich für den Mord an einem  Ganoven verantworten. Zwar kann er durch die Mithilfe des Bürgermeisters Nicholas Hostetler (Russell Crowe) vor einer Gefängnisstrafe bewahrt werden, seinen Job ist er aber trotzdem los. Als Privatdetektiv kann er sich folglich gerade so über Wasser halten. Klar, dass das Angebot von Hostetler nicht ungelegen kommt. Er bietet Taggart 50.000 $ an, als Gegenleistung soll dieser die Frau des Bürgermeisters beschatten.

Politische Abgründe

Was anfangs nach einem leichten Job klingt, bereitet Taggart schon bald schlaflose Nächte. In der Tat teilt Cathleen Hostetler (Catherine Zeta-Jones) das Bett mit einem anderen. Dass es sich dabei um Paul Andrews (Kyle Chandler), den Wahlkampfmanager des anderen Kandidaten für die Bürgermeisterwahl handelt, macht die Sache nicht gerade unkomplizierter. Schließlich ist dieser die rechte Hand von Jack Valliant, dessen Rolle Barry Pepper die nötige Klasse verleiht. Wenngleich Wahlbergs Rolle als die zentrale wirkt, sind es besonders die Einlagen von Russell Crowe („Gladiator“) und Jeffrey Wright, der den vielschichtigen Polizeichef Carl Fairbanks spielt, die einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Sie verleihen einem Politthriller mit jeder Menge Action und einer besonderen Finalüberraschung reihenweise Highlights.

 


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