Filmtipp: Beautiful Creatures

Beautiful CreaturesEine Liebesgeschichte auf die Leinwand zu zaubern, die gleichzeitig den Anspruch erhebt, ein fantastisches Abenteuer zu erzählen, ist nicht immer ganz so leicht. Schon gar nicht, wenn man daran denken muss, nach der Veröffentlichung mit dem großen Erfolg der „Twilight“ Saga verglichen zu werden. Den Anspruch erhebt „Beautiful Creatures“ bei weitem nicht, auch wenn sich die einzelnen Elemente durchaus sehen lassen können. Ab Donnerstag ist die Verfilmung des ersten Bandes der so genannten „Caster-Chronicles“ in Deutschland zu bewundern. Ein Ausflug ins Lichtspielhaus empfiehlt sich auf jeden Fall.

Ein Durchschnittstyp, ein Traum und eine schicksalhafte Begegnung

Ethan Wate (Alden Ehrenreich) ist an sich ein absoluter Durchschnittstyp. Müsste er nicht die High School beenden, wäre er bereits längst aus dem beschaulichen Gatlin entflohen. Das einzig Besondere an ihm scheint der stets wiederkehrende Albtraum, der ihn nachts heimsucht. Er gerät in eine brenzlige Situation, einem Mädchen das Leben zu retten, es gelingt ihm kein einziges Mal. Bis zu dem Tag, an dem Lena (Alice Englert) in seine Schule kommt, kann er das Erlebte kaum einordnen. Sie schaut der zu Rettenden aus dem Traum nicht nur verdammt ähnlich, nein, Ethan verliebt sich auch noch sofort in sie. Anfängliche Warnungen der Menschen aus seinem Umfeld ignoriert er und so gelangt Ethan zu Lenas Onkel Macon Ravenwood (Jeremy Irons), der alles andere als einen guten Ruf genießt.

Eine Familie voller Überwesen

Sowohl die Warnungen von der Mutter seines besten Freundes Link (Thomas Mann) als auch die der fürsorglichen Bibliothekarin Amma (Viola Davis) lassen Ethan vollkommen unbeeindruckt. Als er und Lena sich näherkommen, entdeckt er aber schließlich, was sich hinter der Familie verbirgt. Allesamt sind sie Caster, Überwesen mit den Fähigkeiten von Hexen und Zauberern. Für Lena ist noch nicht ganz klar, ob sie zur guten oder bösen Seite gehören soll. Regisseur Richard LaGravanese („P.S. Ich liebe dich“) zeigt diesen Wandel zwischen den Fronten, wenngleich er dabei auch auf die heute fast stets verwendete 3D-Technologie verzichtet. Vielmehr als um technische Effekte scheint es ihm um die Liebesbeziehung der beiden Hauptakteure zu gehen, die folglich auch deutlicher als bei der literarischen Vorlage hervordrängt. Dass die Story, wenn auch in verdrehter Rollenverteilung, deutlich an „Twilight“ erinnert, ist dem Genre geschuldet. Letztlich aber wird es bei weitem nicht so blutrünstig, auch wenn wir das eine oder andere magische Duell zu sehen bekommen.

 


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