Filmtipp: Abraham Lincoln – Vampirjäger

Abraham Lincoln VampirjaegerEs ist ein wahnsinnig große Bürde mit dem Amt des US-amerikanischen Präsidenten verbunden. Nicht umsonst gilt es als das mächtigste politische Amt der Welt. Klar, dass sich auch die möglichen Kandidaten keinerlei Fehler erlauben dürfen. Was diese für Folgen haben könnten, zeigen die jüngsten Schwankungen in den Umfragen mit Bezug auf Obama und Romney. Abraham Lincoln gilt als einer der berühmtesten Vertreter, die diese Position je hervorgebracht hat. Nach Autor Seth Grahame-Smith und Regisseur Timur Bekmambetov („Wanted“) hat der 16. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika nicht nur die Sklavenarbeit abgeschafft, sondern auch noch blutrünstige Kreaturen gejagt. So dürfen wir dem später ermordeten Präsidenten in „Abraham Lincoln – Vampirjäger“ beim Kampf gegen die Untoten zusehen.

Wenn aus Rache ein gefährliches Machtspiel wird

So absurd der Stoff klingen mag, so authentisch flackert er seit der letzten Woche über die Leinwand. Die Produktion übernahm mit dem mehrfachen Oscargewinner Tim Burton („Alice im Wunderland“) auch nicht gerade einer, der sich dank einer ganz besonderen Geschichte den großen Durchbruch erhofft. Das Hollywood-Schwergewicht zeigte sich von der Idee eine historische Persönlichkeit in ein schauriges Szenario einzubetten, ebenso beeindruckt wie auch Regisseur Bekmambetov. Die Geschichte beginnt mit dem Tod von Lincolns Mutter, den der Junge Lincoln Jahre später rächen möchte. Bevor es dazu kommt, erkennt er, dass es sich beim Mörder Jack Barts um einen Vampir handelt. Kurz bevor Abraham Lincoln (Benjamin Walker) von diesem getötet wird, rettet ihn Henry Sturgess (Henry Cooper). Dieser ist es auch, der fortan seinen Zorn zu bündeln versteht und ihn das Töten lehrt. Lincoln wird zu einem Axt schwingenden Kämpfer, der schon bald bemerkt, dass rohe Gewalt allein nicht ausreicht. Längst hat auch Vampiroberhaupt Adam (Rufus Sewell) von seinem Wunsch Wind bekommen, allen Vampiren den Kampf anzusagen.

Die Kombination aus historischen Ereignissen und jede Menge Action

Dessen Pläne gehen in eine ganz andere Richtung, möchte er doch eine eigene Nation von Vampiren erschaffen. Lincoln, der es nun auf politischer Bühne versucht und sich dort hocharbeiten konnte, muss also noch vor seiner Rolle als Präsident ordentlich die Ärmel hochkrempeln. Neben den einzelnen historischen Einflüssen, die das Werk prägen, wirken besonders die actiongeladenen Auseinadersetzungen sehenswert. So hat die Filmcrew weder bei der Darstellung des Bürgerkriegs, bei dem zur Abwechslung mal gegen Blutsauger gekämpft wird, noch beim großen Finale auf einem fahrenden Zug gespart. Bevor sich auf der brennenden Holzbrücke die Geschichte der Menschheit entscheidet, konnten wir Lincoln bereits bei mehreren blutigen Zweikämpfen wie dem mit Barts (Marton Csokas) zwischen galoppierenden Pferden begutachten. Alles in allem wird diese Idee eines vampirmordenden Präsidenten zu einem echten Leinwandspektakel, das den Weg zur Kinokasse durchaus wert ist.

 


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